Heute ist der 29.05.2026, und im beschaulichen Oranienburg, nicht weit entfernt von Berlin, tut sich Großes. Der Folienhersteller Orafol hat den Grundstein für eine neue Produktionshalle gelegt – ein bedeutender Schritt, der nicht nur für das Unternehmen selbst, sondern auch für die gesamte Region von großer Bedeutung ist. Die Halle wird mehr als 2.400 Quadratmeter Produktionsfläche umfassen, und das Unternehmen plant, seine Produktionskapazitäten und Technologien erheblich auszubauen. Das Ziel? Ein Investitionsplan von insgesamt 235 Millionen Euro bis 2030, der ganz klar zeigt: Orafol setzt auf Wachstum und Innovation.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke bezeichnete Orafol als ein Familienunternehmen mit „Weltklasse-Niveau“. Er hob die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens hervor, das etwa 1.300 Menschen in Oranienburg beschäftigt und weltweit rund 3.000 Mitarbeiter hat. Woidke war kürzlich vor Ort und informierte sich über den laufenden Ausbau. Er sicherte der Firma weitere Unterstützung zu, was für die Region und ihre Arbeitsplätze von enormer Bedeutung ist. Unternehmenschef Holger Loclair betonte, dass Orafol aktiv an der Entwicklung der Region arbeitet – das klingt doch nach einer echten Win-Win-Situation.
Die Orafol Roadmap 2030
Loclair selbst sieht die „Orafol Roadmap 2030“ als Ausdruck seines Optimismus und Bekenntnis zum Standort Deutschland. Die Pläne gehen allerdings über die Grenzen Deutschlands hinaus. Orafol hat auch Expansionen im Ausland im Visier, insbesondere in den USA, Belgien und Korea. Für das erste Produktionswerk in der Region Seoul sind bereits mehr als 60 Millionen US-Dollar eingeplant. Da wird nicht einfach nur lokal gedacht, sondern global, was für die Zukunft des Unternehmens spricht.
Zurück zu den Produkten: Orafol ist bekannt für seine Spezialfolien, die in Fahrzeugen, im Innendesign, für Schilder sowie für Bahn und Flugzeuge verwendet werden. Eine vielfältige Produktpalette, die nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch ansprechend ist. Man könnte fast sagen, dass das Unternehmen mit seinen Produkten einen Teil des Alltags der Menschen mitgestaltet.
Ein Blick auf die Branche
Aber was bedeutet das alles im größeren Kontext? Die Kunststoffverarbeitende Industrie in Deutschland hat 2020 einen Jahresumsatz von 61,5 Milliarden Euro erzielt und beschäftigt rund 322.000 Menschen. Die Branche ist vorwiegend mittelständisch geprägt und bietet eine Vielzahl von Produkten an – von Verpackungen über technische Teile bis hin zu Möbeln. Aber wie so oft in der Wirtschaft gibt es auch Herausforderungen. Die Produktion von Kunststoffwaren hat 2020 einen Rückgang von 6,5% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet, was die Branche vor neue Aufgaben stellt.
Doch die Zeiten ändern sich. Die Erholung der Branche hat bereits begonnen, und es gibt viele Ansätze zur Verwendung nachhaltiger Materialien und Recycling. Kunststoffe unterstützen nicht nur den Klimaschutz durch ihr geringes Gewicht in Fahrzeugen, sondern auch durch den Einsatz von Rezyklaten und die Nutzung alternativer Rohstoffe in der Produktion. Ein zukunftsorientierter Ansatz, der für Unternehmen wie Orafol durchaus von Bedeutung ist.
Die Entwicklungen in Oranienburg sind also nicht nur ein kleiner Baustein in der Geschichte Orafols, sondern auch ein Zeichen für den Wandel in der gesamten Branche. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Pläne bis 2030 entfalten und welche Rolle Orafol dabei spielen wird. Denn eines ist sicher: Ein bisschen mehr Optimismus kann die Welt immer gebrauchen!
