Am Montagabend, als die Dämmerung über Berlin-Marienfelde hereinbrach, brach plötzlich ein Feuer im Keller eines Hochhauses in der Waldsassener Straße aus. Gegen 19:29 Uhr wurde die Berliner Feuerwehr alarmiert – ein gewohnter Klang, der in solchen Situationen schnell zur Routine werden kann, aber dennoch das Herz eines jeden Anwohners schneller schlagen lässt. Die Flammen schlugen in zwei Kellerverschlägen hoch, und die starke Rauchentwicklung ließ die gesamte Wohnanlage in einem grauen Schleier verschwinden. Wie ein gespenstisches Schauspiel, das niemand wirklich sehen möchte.

Die Feuerwehr war mit einem beeindruckenden Aufgebot von 61 Einsatzkräften fast sechs Stunden lang im Einsatz, um das Feuer zu löschen und die letzten Brandnester zu kontrollieren. Das Licht der Feuerwehrfahrzeuge blitze durch die Nacht, während die Einsatzkräfte mit voller Konzentration und Entschlossenheit ans Werk gingen. Glücklicherweise blieben alle 30 Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses unverletzt. Ein kleines Wunder, wenn man bedenkt, wie schnell sich Rauch in einem Gebäude ausbreiten kann. Die Hausverwaltung stand derweil in Kontakt mit der Feuerwehr, um die Stromversorgung schnellstmöglich wiederherzustellen, nachdem das Haus vorübergehend vom Stromnetz getrennt wurde.

Die Gefahren im Keller

Kellerbrände sind nicht zu unterschätzen. Sie bergen ganz eigene Gefahren, die oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. In vielen Mieterkellern lagern gefährliche Stoffe: Gasflaschen, Benzinkanister und andere brennbare Materialien, die eine zusätzliche Gefahr darstellen können. Herunterhängende Elektroleitungen und geschmolzene Isolierungen – das sind nur einige der Risiken, die im Brandfall zum Tragen kommen. In diesem speziellen Fall blieb die Brandursache vorerst unklar. Ein Brandkommissariat der Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um Licht ins Dunkel zu bringen und mögliche Ursachen zu klären.

„Der Treppenraum kann schnell zur Falle werden“, sagt ein Feuerwehrmann, während er bei der Nachbesprechung durch die noch verrauchten Flure geht. „Wenn der Rauch erst einmal zieht, ist es für Anwohner oft unpassierbar.“ Genau das ist die Herausforderung bei Einsätzen wie diesem. Oft sind die Wege versperrt, und der Rauch breitet sich über unzureichend abgeschottete Versorgungsschächte in andere Etagen aus. Ein gefährliches Spiel, bei dem jede Sekunde zählt.

Die Anwohner dürfen jetzt aufatmen, auch wenn die Erinnerungen an den Schock des Abends noch frisch sind. Ein Kellerbrand kann schnell zur Katastrophe führen, aber die schnelle Reaktion der Feuerwehr hat Schlimmeres verhindert. Und so bleibt in Berlin-Marienfelde die Gewissheit, dass auch in dunklen Stunden Licht und Hilfe nah sind.