Neuer Vorplatz am Bahnhof Ostkreuz eröffnet: Ein urbanes Schmuckstück für Lichtenberg
Was für eine aufregende Neuigkeit aus dem Herzen von Lichtenberg! Nach fast zwei Jahren harter Arbeit und vielen unvorhergesehenen Herausforderungen ist der rund 7000 Quadratmeter große nordöstliche Vorplatz des Bahnhofs Ostkreuz nun eröffnet. Ein echtes Schmuckstück, das nicht nur die Anwohner, sondern auch die Pendler begeistert. Endlich haben Fußgänger einen direkten Zugang zu den Bahnsteigen – eine Verbindung, die vorher nur ein schöner Traum war. Die zuvor nicht zugängliche Fläche ist jetzt für alle geöffnet, und die Treppe von der Kynastbrücke ist wieder in Betrieb. Das verkürzt den Weg zum Bahnhof enorm und macht die Anreise einfach viel angenehmer.
Besonders erfreulich ist der neue Zugang für die benachbarte Jugendherberge. Die Gäste können direkt vom Bahnhof in ihre Unterkunft gelangen, ohne Umwege. Und keine Sorge, die Geschäfte im Bahnhof bleiben auch weiterhin gut versorgt. Die neuen Sitzgelegenheiten laden dazu ein, einen Moment zu verweilen und das geschäftige Treiben zu beobachten. Insgesamt wurden 20 Fahrradbügel installiert – perfekt für all jene, die mit dem Rad zum Bahnhof kommen. Und die Beleuchtung? Mit 14 neuen Leuchten wurde für mehr Licht und Sicherheit gesorgt, was insbesondere in den dunkleren Monaten ein echter Gewinn ist.
Grüne Oase mitten in der Stadt
Die Begrünung des Platzes ist nicht zu vernachlässigen. 29 Bäume wurden gepflanzt, darunter rotblättrige Spitz-Ahorne und Amberbäume, die beide als hitze- und trockenheitsbeständig gelten. Ein kleiner Hauch von Natur inmitten des urbanen Lebens! Die alten Pappeln, die als nicht klimastabil galten, mussten weichen. Das klingt vielleicht traurig, aber die neuen Bäume sind eine Investition in die Zukunft. Auch die Erdarbeiten, die sich aufgrund unerwarteter Funde im Untergrund verzögert hatten, sind mittlerweile weit fortgeschritten. Manchmal muss man eben durch ein bisschen Chaos gehen, um etwas Schönes zu schaffen.
Der Bahnhof Ostkreuz, der täglich von mehr als 250.000 Menschen genutzt wird, zählt zu den meistfrequentierten Bahnhöfen Deutschlands. Mit seiner langen Geschichte, die bis ins Jahr 1842 zurückreicht, hat er viele Veränderungen durchgemacht. Von der Elektrifizierung der S-Bahn bis hin zum vollständigen Umbau zwischen 2006 und 2018 – der Bahnhof hat sich ständig weiterentwickelt. Die aktuelle Renovierung des nordöstlichen Vorplatzes ist Teil eines größeren Plans, der die Verbindung zum Victoriakiez und darüber hinaus verbessern soll. Bis zur endgültigen Fertigstellung der letzten Vorplatzfläche am Travekiez wird noch etwas Zeit vergehen, aber der Fortschritt ist unübersehbar.
Ein Platz für alle
Die neuen Taxihaltestellen sind ein weiterer Pluspunkt für den Vorplatz. Insgesamt 16 stehen jetzt auf beiden Seiten des Bahnhofs zur Verfügung. Das macht die Mobilität für alle Reisenden noch einfacher. Und wenn man in der Nähe ist, kann man die neue Fläche unter der Treppe zur Kynastbrücke nicht übersehen: Diese wird künftig auch als Fahrradabstellplatz genutzt. Ein cleverer Schachzug, der den Platz noch funktionaler macht.
Insgesamt hat das Projekt, das mit 11,9 Millionen Euro brutto veranschlagt ist, viele Akteure zusammengebracht – das Land Berlin, die Deutsche Bahn, die Berliner Wasserbetriebe und die Anrainer. Es ist schön zu sehen, wie aus einer Baustelle ein lebendiger Treffpunkt wird, der den Bedürfnissen der Menschen dient. Wenn man durch den neuen Vorplatz schlendert, spürt man die Aufbruchsstimmung. Man könnte fast meinen, die Stadt selbst atmet auf. Auf diese Weise wird das Ostkreuz nicht nur zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt, sondern auch zu einem Ort des Verweilens und der Begegnung.
