Im Jahr 2025 ertranken in Berlin und Brandenburg insgesamt 41 Menschen beim Baden, wie die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) am 10. März 2026 bekanntgab. Während in Brandenburg die Zahl der Badetoten auf 25 gesenkt werden konnte (Vorjahr: 30), blieb die Zahl in Berlin mit 16 gleich im Vergleich zum Vorjahr. Bundesweit ist die Zahl der Badetoten um 18 auf 393 gesunken. Auffallend ist, dass die meisten Ertrinkungsopfer in der Region – nämlich 14 – in Seen zu beklagen waren.

In Brandenburg ertranken 22 Männer und 3 Frauen, während in Berlin 10 der 16 Opfer männlich waren. DLRG-Präsidentin Ute Vogt wies auf die Bedeutung von Schwimmunterricht an Schulen hin und warnte, dass mangelnde Schwimmkenntnisse ein lebenslanges Risiko darstellen. Zudem forderte sie eine bessere Sensibilisierung von Wassersportlern und Anglern.

Ein Blick auf die Zahlen der Vorjahre

<pBereits im Jahr 2022 ertranken in Deutschland mindestens 393 Menschen, was 18 Todesfälle weniger als im Jahr 2021 entspricht. Der Juni war dabei der Monat mit den meisten Badeunfällen, mit einem besonders tragischen Wochenende, an dem 15 Menschen beim Baden und Schwimmen ihr Leben verloren. Ute Vogt äußerte, dass bei weiterhin sonnigem und heißem Wetter in der Hauptferienzeit ein Anstieg der Opferzahlen wahrscheinlich gewesen wäre.

Die Gefahren im Wasser

Die DLRG stellt fest, dass die meisten tödlichen Unfälle in Binnengewässern geschehen. Ein tragisches Beispiel ist der Tod eines im Rhein abgetriebenen sechsjährigen Jungen. Jährlich kommt es in Deutschland zu Badeunfällen, und die Zahl der tödlichen Unglücke in Gewässern ist steigend. Im letzten Jahr verzeichnete die DLRG 411 tödliche Unglücke in Gewässern, 31 mehr als im Jahr 2023. Besonders besorgniserregend ist die Zahl der Ertrunkenen unter Kindern bis zehn Jahren, die 14 beträgt.

Die meisten Unfälle geschehen in Seen, Teichen, Flüssen und Bächen, wobei Gefahren in Baggerseen, wie abrupt abfallende Abbruchkanten, nicht zu unterschätzen sind. Ungeübte Schwimmer geraten selbst in Ufernähe in Panik, und im Frühjahr kann das Baden in Seen wegen kaltem Wasser in tieferen Schichten riskant sein. Unzureichende Aufsicht ist eine der Hauptursachen für tödliche Unglücke, weshalb die DLRG an Eltern appelliert, auf ihre Kinder im Wasser zu achten. Es ist wichtig zu betonen, dass Schwimm- und Auftriebshilfen keinen sicheren Schutz vor Ertrinken bieten.

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Die Herausforderung der Schwimmfähigkeit

Ein alarmierender Aspekt ist die abnehmende Schwimmfähigkeit in der Bevölkerung. 20% der Grundschüler konnten 2022 nicht schwimmen, doppelt so viele wie fünf Jahre zuvor. Mehr als die Hälfte der Sechs- bis Zehnjährigen kann nicht sicher schwimmen, und nur wer das Schwimmabzeichen in Bronze hat, kann als sicherer Schwimmer betrachtet werden. Unter den Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren sind 5% Nichtschwimmer, was rund 3,5 Millionen Menschen entspricht. Diese Entwicklung wird unter anderem durch die Schließungen von Schwimmbädern begünstigt. Vor 25 Jahren gab es etwa 7.800 Schwimmbäder, heute sind es nur noch rund 6.000.

Die Gründe für die Schließungen sind vielfältig: Finanzielle Engpässe und Personalmangel, da über 3.000 Bademeister fehlen. Schwimmunterricht an Grundschulen ist nicht mehr die Regel, und viele Eltern schicken ihre Kinder privat zum Schwimmkurs. Die DLRG hat zwar viele Schwimmabzeichen vergeben, doch private Ausbildung kann den fehlenden Schulunterricht nicht ersetzen. Lange Wartelisten für Anfängerkurse sind die Folge.

Die Bundesregierung plant, mindestens eine Milliarde Euro für die Sanierung und Modernisierung von Sportstätten, einschließlich Schwimmbädern, bereitzustellen. Die Bäderallianz fordert sogar jährliche Investitionen von einer Milliarde Euro über die nächsten zwölf Jahre, um sicherzustellen, dass Schwimmunterricht für Kinder in erreichbarer Nähe jeder Grundschule angeboten werden kann.

Weitere Informationen zu den Badetoten in Brandenburg und Berlin können Sie in einem Artikel von Tagesschau nachlesen, während detaillierte Statistiken zur Ertrinkungsursachen auf der Webseite der DLRG zu finden sind. Weitere Kontextinformationen über Badeunfälle in Deutschland können Sie auf Deutschlandfunk nachlesen.

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