Jugendliche aus Europa setzen Zeichen für Frieden und Demokratie bei der European Democratic Action Week in Treptow-Köpenick
Im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick, wo die Spree gemächlich vor sich hin plätschert und die bunten Blätter der Bäume im Herbstwind tanzen, fand vom 5. bis 9. Oktober 2026 ein bemerkenswertes Event statt: die European Democratic Action Week (EDAW). Rund 60 Jugendliche aus Ländern wie Deutschland, Rumänien, Italien, Polen, Tschechien und der Ukraine versammelten sich, um ein Zeichen für Frieden, Demokratie und europäische Solidarität zu setzen. Ein echtes Miteinander, das dem oft trüben politischen Klima einen frischen Wind entgegenblies!
Die Atmosphäre war von einer spürbaren Aufregung erfüllt, als die jungen Menschen in Workshops kreative Ideen und Projekte entwickelten. Diese präsentierten sie dann stolz bei der Abschlussveranstaltung, die vor dem Rathaus Köpenick stattfand. Hier wurde sogar die Flagge der Initiative „Mayors for Peace“ gehisst – ein Symbol für das Engagement der Städte für den Frieden. Die Jugendlichen wurden für ihre Leidenschaft und ihren Einsatz geehrt. Besonders hervorgehoben wurden die sieben Schülerinnen aus dem Deutschen Theoretischen Lyzeum „Johann Ettinger“ in Sathmar, die nicht nur mit vollem Einsatz dabei waren, sondern auch Offenheit für andere Kulturen zeigten. Ihre Schulleiterin Maria Reiz und Lehrerin Odette Gozner unterstützten die Gruppe tatkräftig.
Ein starkes Netzwerk für die Zukunft
Die rumänische Beteiligung wurde von Fanny Schorr initiiert und fand Unterstützung bei Sonja Eichmann, der Europabeauftragten des Bezirksamtes Treptow-Köpenick. Diese Partnerschaft zwischen Sathmar und Treptow-Köpenick hat sich in den letzten drei Jahren gefestigt und zeigt, wie wichtig interkulturelle Begegnungen für die Jugend sind. Bezirksbürgermeister Oliver Igel war ebenfalls von der Initiative begeistert und begrüßte die jungen Teilnehmer mit offenen Armen. Bei der Abschlussveranstaltung war sogar Alexandra Motica aus der Politischen Abteilung der rumänischen Botschaft in Berlin anwesend – ein Zeichen für die internationale Bedeutung dieser Zusammenkunft.
Die EDAW diente nicht nur dem Austausch, sondern auch der Auseinandersetzung mit demokratischen Werten. Solche Projekte sind nicht nur ein einmaliges Event, sondern werden auch in Zukunft gefördert. Die Senatskanzlei Berlin plant, vorbehaltlich haushaltsrechtlicher Regelungen, auch 2027 ähnliche Initiativen zu unterstützen, um Berlins Internationalität und das europäische Miteinander erlebbar zu machen. Ein weiterer Schritt in Richtung einer gemeinsamen europäischen Identität!
Ein Blick auf Erasmus+ und seine Wirkung
Diese Jugendbegegnungen stehen im Kontext der EU-Jugendstrategie 2019–2027, die demokratische Beteiligung, soziales Engagement und den Zugang aller jungen Menschen zum gesellschaftlichen Leben fördert. Erasmus+ unterstützt solche Austauschprojekte, um interkulturellen Dialog und ein europäisches Zugehörigkeitsgefühl zu stärken. Nichtformale Lernaktivitäten, wie die Workshops während der EDAW, sind dabei ein zentraler Bestandteil. Die Teilnehmenden werden in verschiedenen Phasen aktiv eingebunden – von der Planung bis zur Nachbereitung.
Für viele der Jugendlichen ist dies nicht nur eine Gelegenheit, neue Freundschaften zu schließen, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung einer verantwortungsvollen Zukunft für Europa. In einer Welt, die oft von Konflikten und Missverständnissen geprägt ist, können solche Projekte ein Lichtblick sein. Und wer weiß, vielleicht sind die Ideen, die hier entstanden sind, der Anfang von etwas Großem. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Netzwerke weiterentwickeln werden – im Geiste der europäischen Solidarität und des Friedens.
