Die Fußballwelt in Berlin wartet gespannt auf das große Duell am Sonntag: Der 1. FC Union Berlin trifft auf die TSG Hoffenheim. Ein echtes Kräftemessen, denn die beiden Teams liegen in der Tabelle eng beieinander – Hoffenheim auf Platz fünf und Union auf Platz sechs, nur drei Punkte hinter dem dritten Platz, der zur begehrten Champions-League-Qualifikation berechtigt. Für Union ist es das letzte Heimspiel der Saison im Stadion An der Alten Försterei, und die Uhr zeigt 16 Uhr (Dazn und MagentaSport).

In den letzten Wochen hat sich Union im Rückrundenvergleich deutlich gesteigert. 18 Punkte aus 11 Spielen sind eine solide Bilanz, wenn man die 13 Punkte aus der Hinrunde betrachtet. Man könnte fast sagen, die Mannschaft hat die Ärmel hochgekrempelt und gezeigt, dass sie bereit ist, in der Liga zu bleiben und sich vielleicht sogar noch zu verbessern. Immerhin hat der Klub bereits Ende März den Klassenerhalt gefeiert – ein beachtlicher Erfolg für einen Aufsteiger!

Ein Abschied mit Emotionen

Diese Begegnung hat jedoch eine bittersüße Note. Cheftrainerin Ailien Poese wird ihr letztes Spiel auf der Union-Bank bestreiten. Während sie in die Rolle der Cheftrainerin für die Juniorinnen im Nachwuchsleistungszentrum wechselt, bleibt die Frage offen, wie der Verein ohne sie weitergehen wird. Ihre Vision, der sportliche Leiterin Jennifer Zietz zufolge, war es, sich im Mittelfeld zu platzieren und nicht um den Abstieg zu kämpfen. Und das hat die Mannschaft in beeindruckender Weise umgesetzt.

Allerdings gibt es auch einige Abgänge zu verzeichnen: Spielerinnen wie Celine Frank, Athanasia Moraitou und Fatma Şakar werden den Verein verlassen. Auch Co-Trainerin Sabrina Eckhoff und Athletiktrainer Marcus Liebig sagen „Tschüss“. Solche Veränderungen bringen immer eine gewisse Unsicherheit mit sich, gerade in einem so entscheidenden Moment der Saison. Die Fans hoffen, dass die Mannschaft die Niederlage im Hinspiel (0:3 gegen Hoffenheim) wettmachen kann.

Der Frauenfußball im Aufwind

<pDie Situation des 1. FC Union Berlin spiegelt in gewisser Weise den Trend im Frauenfußball in Deutschland wider. Über 75% der weiblichen Befragten in Deutschland zeigen ein starkes Interesse am Fußball, was sich in steigenden Zahlen aktiver Spielerinnen und Teams niederschlägt. Rund 100.000 Frauen und 107.000 Mädchen bis 16 Jahre sind aktiv. Das ist wirklich beeindruckend! In der vergangenen Saison waren fast 9.700 weibliche Teams im DFB aktiv – eine Zahl, die nur weiter wachsen kann.

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Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat in der Vergangenheit schon viel erreicht: Sie ist zweifacher Weltmeister und achtfacher Europameister. Auch in der UEFA Champions League haben deutsche Teams wie Eintracht Frankfurt und VfL Wolfsburg Geschichte geschrieben. Das alles zeigt, dass der Frauenfußball nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch in den Herzen der Fans einen festen Platz hat.

Jetzt heißt es für Union, die positive Stimmung und den Schwung aus den letzten Spielen mitzunehmen, um einen gelungenen Saisonabschluss hinzulegen. Vielleicht wird der Sonntag nicht nur für die Spielerinnen, sondern auch für die Fans ein unvergesslicher Tag werden.