Heute ist der 8. Mai 2026, und es gibt große Neuigkeiten aus der Technischen Universität Berlin. Das zentrale Hauptgebäude an der Straße des 17. Juni wird vollständig geschlossen. Ja, richtig gelesen! Ab heute, nach einer Begehung durch die Bauaufsicht und die Feuerwehr am 8. Mai, hat die Universitätsleitung entschieden, dass Sicherheitsgründe eine Schließung unumgänglich machen. Was sind die Gründe dafür? Erhebliche bauliche Mängel! Dazu zählen nasse Wände im Keller, Probleme mit der Löschwasseranlage und Brandschutztüren. Eine Studentin hat sogar von Wasserlecks im Foyer berichtet. Die Schließung betrifft nicht nur die Büros, sondern auch alle Lehrveranstaltungen und geplanten Events im Gebäude.
Die TU Berlin hat angekündigt, dass das Gebäude bis auf Weiteres nicht zur Verfügung stehen wird. Das bedeutet, dass die Studierenden und Mitarbeitenden jetzt gefordert sind, sich auf neue Gegebenheiten einzustellen. Sie haben bis 22 Uhr Zeit, persönliche Gegenstände zu sichern. Für einige Hundert Mitarbeitende wird der Zutritt am Montag für maximal eine Stunde in sehr beschränktem Maße ermöglicht – ein Termin muss dafür gebucht werden. Wie lange das Gebäude geschlossen bleibt, ist noch unklar. Die Universitätsleitung weißt darauf hin, dass sie intensiv nach Ausweichräumen und alternativen Lösungen für den Lehr-, Forschungs- und Verwaltungsbetrieb sucht.
Ein Blick auf den Sanierungsstau
Die Situation ist nicht neu. Viele Gebäude der TU Berlin stammen aus den 1960er Jahren und sind alles andere als in gutem Zustand. Insgesamt 96 Prozent der 102 Gebäude an der TU haben kurzfristigen oder mittelfristigen Sanierungsbedarf. Nur vier dieser Gebäude sind in einem akzeptablen Zustand! Das Hauptgebäude, das im 19. Jahrhundert erbaut wurde, ist sogar das größte Gebäude Preußens nach dem Kölner Dom. Es zeigt sich einmal mehr, dass die Universitäten in Berlin – so auch die TU – mit einem Sanierungsstau von 2,4 Milliarden Euro konfrontiert sind, verteilt auf etwa 100 Gebäude. Die jährlichen Kosten für Ausweichflächen belaufen sich auf satte 18,5 Millionen Euro. Das ist ein echter Hammer!
Und es gibt auch andere Berliner Universitäten, die mit ähnlichen Problemen kämpfen. An der Humboldt-Universität sind etwa 94 Prozent der Gebäude sanierungsbedürftig, während an der Freien Universität rund zwei Drittel der Gebäude in einem fragwürdigen Zustand sind. Ein Gesetzentwurf zur Gründung einer Berliner Hochschulbaugesellschaft wurde im April 2026 vorgelegt – mal sehen, ob das Abgeordnetenhaus dem zustimmt!
Die Zukunft der TU Berlin
Während die TU Berlin an der Beseitigung der Mängel arbeitet, gibt es auch Lichtblicke: Geplante Neubauten wie „CIPHOR“, ein neues Physikzentrum, sollen helfen, die Hochschulinfrastruktur zu modernisieren. Der Neubau, der zwischen IMoS und dem Wirtschaftsgebäude des Zoologischen Gartens entsteht, wird ein zentraler Punkt im Entwicklungsgebiet an der Hertzallee. Der Baubeginn ist für 2028 angesetzt, und die Kosten liegen bei etwa 93,75 Millionen Euro. Ein großer Anteil davon ist für spezialisierte Forschungsgeräte eingeplant. Das zeigt, dass trotz aller Probleme ein Umdenken in der Hochschulpolitik stattfindet – neue Herausforderungen erfordern neue Lösungen!
Doch der Weg zur Besserung ist steinig. Die TU-Kanzler Lars Oeverdieck hat die Situation als flächendeckend problematisch beschrieben. Wasser- und Brandschutzmängel sind nur die Spitze des Eisbergs. Veranstaltungen, die normalerweise im Hauptgebäude stattfinden und die Zahl von etwa 350 pro Woche erreichen, werden nun auf andere Gebäude und Randzeiten verlegt. Einige finden sogar digital statt! Die Studierenden und Mitarbeitenden müssen sich darauf einstellen, dass ihre gewohnten Lern- und Arbeitsräume in der nächsten Zeit nicht mehr zugänglich sind. Ein bisschen ungemütlich, um es gelinde auszudrücken. Aber hey, das ist das Leben an einer Universität – immer wieder neue Herausforderungen!
Die Schließung des Hauptgebäudes ist ein starkes Signal. Es ist klar, dass die bauliche Substanz vieler Hochschulgebäude in Berlin kritisch ist. Die TU Berlin ist nur ein Beispiel in einem größeren Kontext, der zeigt, wie wichtig Investitionen in die Hochschulinfrastruktur sind. Der Weg zur Sanierung und Modernisierung mag lang sein, aber er ist unumgänglich, wenn die wissenschaftlichen Standards und das Lernen unter den besten Bedingungen stattfinden sollen. Wir sind gespannt, wie sich die Situation entwickeln wird!