Im Rahmen von tiefgründigen Diskussionen über die Rolle der Technologie in der deutschen Vergangenheit haben Martin Baumert und Dirk van Laak heute eine Veranstaltung ins Leben gerufen, die verschiedene Bedeutungen von Technologie beleuchtet. Diese Veranstaltung findet im Kontext der aktuellen Ausstellung „Natur und deutsche Geschichte“ statt, die im Deutschen Historischen Museum (DHM) gezeigt wird. Baumert und van Laak betrachten Technologie sowohl als „Dünger“ als auch als „Gift“ und eröffnen somit einen Raum für einen vielschichtigen Dialog, der Besucher an verschiedenen Perspektiven teilnehmen lässt. Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenfrei, was eine breite Öffentlichkeit anspricht und ermöglicht, dass verschiedene Themen in ausgewählten Räumen und Objekten vertieft werden.

Zusätzlich werden im Rahmen dieser Ausstellung spezielle Führungen und kulinarische Touren angeboten. Infos zu öffentlichen Verkehrsanbindungen, wie S-Bahn, U-Bahn, Bus und Tram, sind ebenfalls verfügbar, was die Erreichbarkeit des DHM erleichtert. Am Wochenende vom 24. bis 26. Oktober 2025 werden zudem verschiedene Events, Festivals und Ausstellungen in Berlin stattfinden, die dem kulturellen Reichtum der Stadt Rechnung tragen.

Die Ausstellung „Natur und deutsche Geschichte“

Das DHM plant für November 2025 die Eröffnung seiner neuen Ausstellung „Natur und deutsche Geschichte. Glaube – Biologie – Macht“. Diese Ausstellung wird 800 Jahre Geschichte darstellen, beginnend mit Hildegard von Bingens Konzept der „viriditas“ im 12. Jahrhundert bis hin zur frühen Anti-Atomkraft-Bewegung in Wyhl. Thematisiert werden die unterschiedlichen Konzepte von Natur in beiden deutschen Staaten im späten 20. Jahrhundert. Dabei wird auch die NS-Diktatur untersucht, die das „Natürliche“ ideologisch vereinnahmte, um sowohl die „äußere“ als auch die „innere Natur“ durch Gesetze zu kontrollieren. So wurden unter anderem die Nürnberger Gesetze und das Reichsnaturschutzgesetz im Jahr 1935 erlassen.

Die Ausstellung wird insgesamt fünf chronologisch angeordnete Räume umfassen, die verschiedene Stationen präsentieren. Diese Stationen sind in Form von „Vignetten“ gestaltet und zeigen Ereignisse oder Entwicklungen, die den Naturbegriff entscheidend geprägt oder verändert haben. Durch die Auseinandersetzung mit Fragen wie: Wer definiert, was als Natur gilt? Wer hat Zugriff darauf? wird die Wandlung der Bedeutung und Begrifflichkeit von „Natur“ als politischen Faktor in der deutschen Geschichte beleuchtet.

Das Symposium zum Thema Natur

Das Deutsche Historische Museum veranstaltet zudem jährlich ein Symposium in der Reihe „Historische Urteilskraft“, welches in diesem Jahr ebenfalls dem Thema „Natur und deutsche Geschichte“ gewidmet ist. Während dieser Veranstaltung werden zentrale Aspekte behandelt, wie die Naturbeziehungen im Mittelalter, der Neuzeit sowie im 19. und 20. Jahrhundert. Keynotes befassen sich unter anderem mit Hildegard von Bingens Begriff der „viriditas“ sowie der Rolle der Natur in der Ideologie des Nationalsozialismus. Es wird auch über die Bedeutung des Nationalparkprogramms der späten DDR und die Dialektik der Naturverhältnisse bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno diskutiert.

Trotz des großen Interesses ist das diesjährige Symposium bereits ausgebucht. Für die, die nicht teilnehmen können, plant das DHM, im Laufe des Sommers einen Video- und Tonmitschnitt der Veranstaltung zu veröffentlichen. Dies wird eine Möglichkeit bieten, die relevanten Themen und Diskussionen nachzuvollziehen und einen weiteren Beitrag zur Auseinandersetzung mit der verblüffenden Geschichte von Natur und deren Einfluss auf die deutsche Identität zu leisten.

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