Die Galerie im Saalbau in Berlin zeichnet sich zurzeit durch eine außergewöhnliche Ausstellung aus. Unter dem Titel „beyond tongues – Synästhetische Übertragung“ präsentieren die Künstler:innen Sarah Oh-Mock und Bongjun Oh eine umfassende künstlerische Arbeit, die am 25. September 2025 um 18 Uhr eröffnet wurde. Die Ausstellung ist bis zum 8. Februar 2026 täglich von 10 bis 20 Uhr zu besichtigen, und der Eintritt ist kostenfrei. berlin.de berichtet, dass die Ausstellung einen besonderen Fokus auf die Möglichkeiten der Verständigung jenseits der Sprache legt.

Die präsentierten Werke sind Ergebnisse einer zehnjährigen Zusammenarbeit des Künstler:innenpaares und umfassen Objekte, Fotografien, Videoarbeiten sowie raumgreifende Installationen. Letztere sind so gestaltet, dass sie die verschiedenen kulturellen Hintergründe und Einflüsse der Künstler:innen reflektieren. Die Arbeiten sind chronologisch angeordnet und den jeweiligen Räumen der Galerie zugeordnet, um eine nachvollziehbare und immersive Erfahrung zu schaffen. Laut galerie-im-saalbau.de verfolgt die Ausstellung das Ziel, eine fiktive, zukünftige transkulturelle Ästhetik vorzustellen, in der Nationalität keine Rolle spielt.

Transkulturelle Ästhetik und Begleitveranstaltungen

Ein zentrales Thema der Ausstellung ist die Reflexion über die gesprochene Sprache als unvollständiges Mittel der Verständigung. Die Künstler:innen erproben eine Form der Kunst, die als universelle Sprache fungiert und ein tieferes Verständnis fördert. Besondere Werke, wie die Arbeit „Le fin“ aus dem Jahr 2018, verdeutlichen dieses Konzept. Die Kuratorische Assistenz wird von Diana Nowak und Tatjana Rotfuß unterstützt, während die Kuratorin Keumhwa Kim ebenfalls aktiv am Ausstellungsgeschehen beteiligt ist.

Begleitend zur Ausstellung finden mehrere Veranstaltungen statt: Am 11. Oktober 2025 spricht Niina Lehtonen Braun über das Leben als internationales Künstler:innenpaar mit Kindern. Ein weiterer Höhepunkt ist das Künstler:innengespräch am 15. November 2025 mit einer anschließenden Ausstellungsführung, gefolgt von einer Finissage am 8. Februar 2026, die ebenfalls einen Ausstellungsrundgang bietet. Diese Events sollen den Dialog über die interkulturellen Aspekte der Kunst und deren gesellschaftliche Bedeutung fördern.

Lehr- und Forschungskontext

Das verdeutlicht, wie Kunst und transkulturelle Ästhetiken auch in akademischen Diskursen behandelt werden. In diesem Zusammenhang bietet die Universität Duisburg-Essen ein Masterprogramm an, das Kunstwissenschaft und Transkulturalität miteinander vereint. Dieses Programm umfasst Module zu methodischen Grundlagen, postkolonialer Bildpolitik und transkulturellen Ästhetiken, wobei Studierende praxisnahe Forschungsprojekte umsetzen können. Informationen dazu finden sich auf der Website der Universität Duisburg-Essen.

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Insgesamt bildet die Ausstellung „beyond tongues“ nicht nur einen Höhepunkt der Kunstszene in Berlin, sondern auch einen wertvollen Beitrag zur Diskussion über vielfältige Verständigungsformen in einer zunehmend globalisierten Welt.

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