Wenn man durch die malerischen Landschaften Berlins schlendert, kommt man an den beeindruckenden Schlössern und Gärten der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten nicht vorbei. Und jetzt, wo der Sommer in vollem Gange ist, könnte es nicht besser passen, sich ein Jahresticket zu sichern! Für 80 Euro (Erwachsene) bzw. 60 Euro (ermäßigt) erhält man die Möglichkeit, ein ganzes Jahr lang die prächtigen Residenzen wie das Schloss Sanssouci oder das Schloss Charlottenburg zu erkunden. Das Ticket gilt 12 Monate ab dem Ausstellungsdatum und bietet nicht nur freien Eintritt zu allen Häusern der Stiftung, sondern auch eine kostenfreie Überfahrt zur idyllischen Pfaueninsel. Wer also auf der Suche nach einem neuen Wochenend-Abenteuer ist, sollte sich das nicht entgehen lassen.

Mit dem Jahresticket stehen auch die Sonderausstellungen der SPSG kostenlos zur Verfügung. Das bedeutet, dass man sich in die Welt der Kunst und Geschichte vertiefen kann, ohne dafür extra bezahlen zu müssen. Und bei vielen Veranstaltungen winkt ein ermäßigter Eintrittspreis – ein klarer Pluspunkt für Kulturbegeisterte! Die Gutscheine für die Jahreskarte sind unkompliziert an den Schlosskassen sowie online im Ticketshop erhältlich. Um den Gutschein in eine personalisierte Jahreskarte umzuwandeln, kann man einfach in die Besucherzentren am Neuen Palais und der Historischen Mühle oder an der Gruppenkasse des Schlosses Charlottenburg gehen. So einfach kann Kultur sein!

Ein Blick in die Geschichte

Ein wenig Kontext zur Stiftung: Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Monarchie im November 1918 wurde das Vermögen des Hauses Hohenzollern von der neuen Regierung beschlagnahmt. In Deutschland stellte sich dies als komplexe Rechtsfrage dar – ganz im Gegensatz zur Situation in Österreich, wo die Habsburger weitreichend enteignet wurden. 1926 kam es schließlich zur Verabschiedung des Gesetzes über die Vermögensauseinandersetzung, das den Hohenzollern gut 60 Prozent des beschlagnahmten Vermögens einräumte, darunter viele Schlösser und Kunstgegenstände. Diese Verhandlungen waren nicht nur rechtlich, sondern auch emotional eine echte Achterbahnfahrt.

Die Gründung der preußischen „Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten“ im Jahr 1927 legte den Grundstein für die heutige SPSG. Die Schlösser und Gärten wurden für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, was die Möglichkeit bot, in die Geschichte einzutauchen und die prachtvollen Anlagen zu bewundern. Natürlich gab es durch die Kriege und die Gebietsverluste auch erhebliche Verluste an Kulturgut. Bis heute fehlen in den Schlössern der SPSG mehr als 3000 Ölgemälde und viele weitere Schätze. Die Rückkehr von Kunstschätzen aus der Sowjetunion in den 50er Jahren war ein kleiner Lichtblick in dieser traurigen Geschichte.

Jetzt, wo man mit dem Jahresticket in die faszinierende Welt dieser historischen Stätten eintauchen kann, fühlt man sich nahezu wie ein Teil dieser Geschichte. Ein Ausflug in die Schlösser ist nicht nur eine Reise in die Vergangenheit, sondern auch eine wunderbare Gelegenheit, die Schönheit Berlins zu genießen – und das ganz ohne Stress. Packt die Picknickdecke ein und macht euch auf den Weg zu einem der vielen prachtvollen Orte!

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