Heute ist der 15.06.2026 und in Berlin, genauer gesagt im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, gibt es mal wieder Grund zur Besorgnis. Die Stadt hat in letzter Zeit mehrere Stromausfälle erlebt, die durch Brandanschläge auf die Infrastruktur verursacht wurden. Erst neulich wurde die Stromversorgung in den Stadtteilen Nikolassee, Wannsee, Zehlendorf und Lichterfelde lahmgelegt. Für viele Menschen hieß das: kalte Wohnungen, geschlossene Schulen und die ständige Frage, wie lange die Reparaturen dauern würden. Und das ist nicht das erste Mal. Bereits im September 2025 war ein ähnlicher Vorfall in Johannisthal, wo 50.000 Haushalte und 2000 Gewerbebetriebe betroffen waren. Das macht nachdenklich, oder? Man fragt sich, wie gut wir wirklich auf Notfälle vorbereitet sind.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat dazu klare Empfehlungen. Es wird geraten, einen Lebensmittelvorrat für mindestens zehn Tage anzulegen. Das klingt erst einmal nach einer Menge, aber die Realität ist, dass wir im Ernstfall oft auf uns allein gestellt sind. Ein Mindestvorrat für drei Tage sollte jeder Haushalt haben. Die Strategie ist einfach: Entweder man legt einen einmaligen Vorrat an, der regelmäßig auf Haltbarkeit geprüft wird, oder man baut einen „lebenden“ Vorrat auf, indem man bei jedem Einkauf ein paar zusätzliche haltbare Lebensmittel mitnimmt. So hat man immer etwas im Haus, selbst wenn die Läden mal geschlossen bleiben müssen.

Worauf es ankommt

Wasser — das A und O in jeder Notfallvorsorge. Das BBK empfiehlt mindestens 1,5 Liter pro Tag und zusätzlich 0,5 Liter zum Kochen. Abgefülltes Mineralwasser ist optimal, aber auch Säfte und andere Getränke können ergänzend sein. Was die Lebensmittel angeht, gibt’s auch eine klare Liste: Konserven wie Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch, dazu Getreideprodukte wie Reis und Nudeln, Hülsenfrüchte, Fette, Öle und natürlich Snacks wie Nüsse oder Trockenfrüchte. Und ganz wichtig: Wer Haustiere hat, sollte deren Bedarf unbedingt berücksichtigen. Man weiß ja nie, was kommt.

„Selbst ist der Mann oder die Frau“, das ist das Motto, das auch Ralph Tiesler, der Präsident des BBK, vertritt. Er sagt, dass individuelle Vorbereitung auf Notfälle entscheidend ist. Also, beim nächsten Einkauf einfach mal ein paar extra Nudeln oder Konserven in den Wagen packen! Außerdem sollte man auch die Hausapotheke daraufhin überprüfen, ob alle benötigten Medikamente für mehrere Tage vorhanden sind. Und denkt an die kleinen Dinge: Windeln für die Kleinen oder Futter für die Vierbeiner nicht vergessen!

Notfallausstattung

Die Notfallausstattung sollte ebenfalls nicht vernachlässigt werden. Medikamente, Erste-Hilfe-Material, eine Powerbank für das Handy, Bargeld und eine Trinkflasche sind unerlässlich. Und falls das Licht aus bleibt, wie zuletzt in Berlin, sind akkubetriebene oder kurbelbetriebene Radios eine tolle Sache, um informiert zu bleiben. Kochen sollte man am besten draußen – mit einem Campingkocher oder Gaskocher, aber nur unter den richtigen Bedingungen. Sicherheit geht vor! Die Berliner Behörden haben auch klargestellt, dass ein hundertprozentiger Schutz der Versorgungsinfrastruktur nicht möglich ist. Das macht die eigene Vorsorge umso wichtiger.

Die Krisenszenarien, die uns ins Auge springen, sind vielfältig: Stromausfälle, Pandemien, Extremwetter und geopolitische Spannungen. Deutschland gilt zwar als eines der sichersten Länder, aber Krisen haben gezeigt, dass Sicherheit nicht selbstverständlich ist. Darum ist es wichtig, eigenverantwortlich vorzusorgen. Die staatlichen Reserven, die vorhanden sind – beispielsweise die Bundesreserve an Getreide und anderen Lebensmitteln – sind nicht darauf ausgelegt, uns langfristig zu versorgen. Sie sollen kurzfristige Engpässe abmildern.

Und wenn wir mal ehrlich sind: Jeder kann durch einfache Maßnahmen zur Sicherheit beitragen. Ob durch Vorräte, Wasser, Notstromaggregate oder die richtige Kommunikation im Ernstfall – es ist eine gemeinschaftliche Verantwortung. Nachbarschaftshilfe und das Wissen um lokale Anlaufstellen können im Notfall Gold wert sein. Also, auf geht’s! Lasst uns gut vorbereitet sein und gemeinsam durch diese unsicheren Zeiten navigieren.

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