In der lebendigen Nachbarschaft rund um die Schloßstraße tut sich was! Am Freitag, den 29. Mai, um 15 Uhr wird im Forum Steglitz die „Kiez Corner“ eröffnet. Ein Ort, der das Herz der Gemeinschaft höher schlagen lässt. Hier wird nicht nur eine analoge Pinnwand für Angebote und Gesuche aus der Nachbarschaft präsentiert, sondern auch eine Plattform geschaffen, die den Austausch unter den Anwohnern fördern soll. Dagmar Mielitz, die Centermanagerin, hat sich das Ziel gesetzt, einen Ort zu kreieren, an dem sich die Nachbarn begegnen und aktiv an der Gestaltung ihres Kiezes mitwirken können. Das klingt doch nach einer charmanten Idee, oder?
Die „Kiez Corner“, eine dreieckige Säule, die mit drei Seiten aufwartet, bietet Platz für persönliche Zettel und Informationen. Während zwei Seiten es den Anwohnern ermöglichen, ihre Anliegen und Gesuche auszuhängen, wird eine dritte Seite redaktionell kuratiert. Hier finden sich Tipps und Initiativen, die den Bewohnern sicherlich hilfreich sein werden. Der Auftakt zur „Kiez Corner“ wird durch ein Nachbarschafts-Café bereichert, wo man sich kennenlernen und gemeinsam Zettel anbringen kann. Ein ganz unbeschwerter Nachmittag, der sicherlich viele Gesichter zum Lächeln bringen wird!
Ein Rückblick auf das Forum Steglitz
Das Forum Steglitz hat eine lange Geschichte. Vor über 50 Jahren wurde es am Standort des alten Bornmarktes gegründet. Nach einer Neupositionierung im Jahr 2020 bietet das Einkaufscenter nun auch Büroflächen und Fitnessmöglichkeiten an. Und seit 2024 wird das Forum von der Jagdfeld Real Estate betrieben. Die Veränderungen sind spürbar, und mit der „Kiez Corner“ wird ein weiterer Schritt in Richtung aktiver Nachbarschaft und Vernetzung unternommen. Es ist erfrischend zu sehen, wie ein solches Projekt gerade in einer Zeit, in der viele Nachbarn oft nur digital miteinander kommunizieren, analoge Lösungen in den Vordergrund stellt.
In einer Welt, in der viele Angebote über digitale Plattformen wie „nebenan.de“ laufen, kommt die „Kiez Corner“ wie gerufen. Besonders ältere Menschen, die oft keine digitalen Angebote nutzen, finden hier einen Ort, um ihre Anliegen und Wünsche analog zu äußern. Denn, ganz ehrlich, nicht jeder hat Lust, sich durch die Weiten des Internets zu wühlen. Manchmal ist es einfach schöner, den Zettel selbst aufzuhängen und in der Nachbarschaft ein Wort zu wechseln. Das ist ein Punkt, den auch aktuelle Studien zur digitalen Teilhabe älterer Menschen aufgreifen. Laut dem D21-Digitalindex 2024/25 haben nur 36% der Nachkriegsgeneration Basiskompetenzen im Umgang mit digitalen Medien. Da ist eine analoge Lösung wie die „Kiez Corner“ genau das richtige Mittel, um die Gemeinschaft zu stärken.
Vernetzung und Teilhabe
Das Engagement der „Kiez Corner“ ist Teil eines größeren Trends, der die digitale Teilhabe älterer Menschen in den Fokus rückt. Der Wettbewerb „Kommunal.Digital.Genial“ hat elf Kommunen ausgezeichnet, die innovative Projekte zur Förderung dieser Teilhabe ins Leben gerufen haben. Hierzu zählen unter anderem Digitallotsen, Senioren-Apps und interaktive Plattformen. Die Initiative zeigt, wie wichtig es ist, ein Lebensumfeld zu schaffen, das Teilhabe und Selbstbestimmung im Alter ermöglicht. Es ist schön zu sehen, dass in Steglitz-Zehlendorf mit der „Kiez Corner“ ebenfalls ein solcher Ansatz verfolgt wird.
Am 29. Mai steht also nicht nur eine Eröffnung an, sondern auch ein Schritt in eine engere Nachbarschaft. Ein Ort, an dem sich Menschen begegnen, Ideen austauschen und vielleicht sogar neue Freundschaften entstehen. Das klingt nach einem gelungenen Rezept für ein lebendiges Kiezleben!
