Am vergangenen Sonntagabend, der 8. Bundesliga-Spieltag, ging es im Hamburger Volkspark ordentlich zur Sache. Die Fußballerinnen des 1. FC Union Berlin und der Hamburger SV lieferten sich ein packendes Duell, das mit einem spannenden 4:4 endete. Vor 3.836 Zuschauern, darunter etwa 200 unerschütterliche Gästefans, war es ein Spiel, das keine Wünsche offenließ – und das, obwohl Union in der ersten Halbzeit die klareren Chancen hatte.

Während die Spielerinnen von Union gleich zu Beginn durch Lina Hausicke in der 4. Minute den Pfosten trafen, war der HSV nicht zimperlich und nutzte seine Chancen eiskalt. Svea Stoldt eröffnete das Torfestival mit einem abgefälschten Schuss in der 10. Minute, gefolgt von Camilla Linberg, die in der 15. Minute einen Freistoß aus über 30 Metern direkt verwandelte. Union musste sich dann bis zur Nachspielzeit der ersten Halbzeit gedulden, um durch Lia Kamber auf 1:2 zu verkürzen – ein wichtiger Moment, der dem Team neuen Schwung gab.

Ein Spektakel mit vielen Wendungen

Die zweite Halbzeit bot dann noch mehr Nervenkitzel. Kaum war die Partie wieder angepfiffen, da brachte ein Foulelfmeter für den HSV die Gastgeber mit 3:1 in Führung – Stoldt war es, die ihren dritten Treffer erzielte. Doch Union gab nicht auf. Nele Bauereisen verkürzte postwendend in der 51. Minute per Kopf nach einer Flanke von Judit Pujols. Jill Janssens sorgte dann in der 67. Minute für den Ausgleich zum 3:3 und ließ die Union-Fans jubeln.

Die Dramatik nahm ihren Lauf, als Steuerwald im Strafraum erneut Linberg foulte. Stoldt verwandelte den zweiten Elfmeter für den HSV und stellte in der 72. Minute auf 4:3. Doch das war noch nicht das letzte Wort! Die eingewechselte Dina Orschmann sorgte in der 85. Minute für den 4:4-Endstand, indem sie vor der herauseilenden HSV-Torhüterin Kinga Szemik an den Ball kam und ihn ins Netz köpfte. Ein echter Krimi, bei dem Union über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft war und zahlreiche Chancen vergab.

Der Blick nach vorne

Beide Teams treffen am kommenden Samstag um 13:00 Uhr im Achtelfinale des DFB-Pokals erneut aufeinander – ein Duell, das die Spannung sicherlich weiter steigern wird. Union wird zudem am 8. November um 14:00 Uhr im heimischen Stadion gegen die TSG Hoffenheim antreten. Der HSV hingegen muss sich am 7. November auswärts bei Bayer Leverkusen beweisen, um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien.

Ein Spiel, das nicht nur Tore, sondern auch jede Menge Emotionen bot. Das Herz der Fans schlug höher, als die Spielerinnen alles gaben, um Punkte zu sammeln. Ein Tag, der in die Annalen des Frauenfußballs in Berlin eingehen wird.