Siemensstadt Square: Berlin baut an der Zukunft
Am Montag war es endlich so weit: In Berlin-Spandau wurde das Richtfest für die ersten beiden Neubauten im neuen Stadtviertel „Siemensstadt Square“ gefeiert. Ein aufregender Moment, der die Bauarbeiten zum Leben erweckt und die Vision eines modernen, nachhaltigen Quartiers greifbar macht. Unter den Anwesenden waren Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey, sowie Ute Bonde und Christian Gaebler. Ihre Worte schallten durch die Luft, während die Bauleute, die die Rohbauten errichteten, mit einem stolzen Lächeln neben ihnen standen. Sarah Tietze, die Projektbegleiterin, bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten und es war spürbar, dass hier etwas Großes entsteht.
Das neue Stadtviertel, das rund 3.750 Wohnungen, Büros und Gewerbe umfassen wird, hat es in sich. Ursprünglich waren nur 2.750 Wohnungen geplant, doch die Nachfrage und die Vision der Siemens AG haben den Rahmen überarbeitet – nun gibt es etwa 1.000 mehr! Der zentrale Punkt des Projekts ist ein beeindruckendes 60 Meter hohes Hochhaus, das nicht nur als architektonisches Highlight fungiert, sondern auch eine Dachterrasse bietet, von der aus man eine fantastische Aussicht genießen kann. Das Atriumgebäude wird ebenfalls zentrale Funktionen im Quartier übernehmen. Hier entsteht ein Ort, der Wohnen, Arbeiten und industrielle Nutzung vereint.
Die Rückkehr der Siemensbahn
Ein weiteres spannendes Element ist die Reaktivierung der historischen Siemensbahn, die das Quartier an die Ringbahn und den Hauptbahnhof anbinden wird. Mit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2029 wird der Zugang zu diesem neuen Stadtteil erheblich erleichtert. Ein wichtiger Schritt, der nicht nur die Erreichbarkeit verbessert, sondern auch die Anbindung an das gesamte Berliner Verkehrsnetz stärkt. Die alten Bahnhöfe Gartenfeld, Siemensstadt und Wernerwerk werden saniert und wiederaufgebaut – ein Grund zur Freude für alle, die die Geschichte dieser Strecke schätzen.
Im Kontext der Baumaßnahmen wird eine neue Brücke über die Spree errichtet, die ebenfalls Teil der Planungen ist. Das Planfeststellungsverfahren für die Brücke ist bereits im Gange, und die bauvorbereitenden Maßnahmen an der Siemensbahn haben begonnen. Die heiße Bauphase für die Siemensbahn ist für 2028 und 2029 geplant. Hier wird nicht nur an einer Verbindung gearbeitet, sondern auch an der Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin.
Ein nachhaltiges Wohnkonzept
Das gesamte Quartier wird nach hohen Nachhaltigkeitsstandards entwickelt. Ein klimaneutrales Energiekonzept und CO₂-reduzierte Baustoffe stehen auf der Agenda. Die Verwendung innovativer Materialien, wie recycelte Baustoffe und spezielle Formsteine aus recyceltem Beton, wird nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch ein gesundes Raumklima schaffen. Die Integration solarer Systeme auf Dächern und Fassaden zur Nutzung erneuerbarer Energien ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.
Zusätzlich wird ein geplanter Innovationscampus am S-Bahnhof entstehen, der Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups zusammenführen soll. Hier liegt der Fokus auf industriellen Zukunftstechnologien wie Softwareentwicklung, künstlicher Intelligenz und nachhaltigen Infrastrukturlösungen. Es wird spannend zu beobachten, wie diese Synergien das Quartier lebendig machen werden.
Aber das ist noch nicht alles: Eine neue Grundschule ist ebenfalls in Planung, mit Grundstücksübergang am 1. Juli 2026. Bildung und Wohnen gehen hier Hand in Hand und schaffen ein Umfeld, in dem Familien sich wohlfühlen können. Das Quartier wird ein Ort der Begegnung, mit Gemeinschaftsgärten und Spielplätzen, die soziale Interaktionen fördern und eine aktive Lebensweise unterstützen.
Berlin ist im Aufbruch. Durch innovative Bauansätze, die umweltfreundliche Praktiken und Materialien in den Vordergrund stellen, wird die Stadt nicht nur attraktiver, sondern auch lebenswerter. Der Wandel, den wir hier erleben, zeigt, dass es möglich ist, moderne Wohnungen und Büroanlagen zu schaffen, die gleichzeitig die Umwelt respektieren. Wir dürfen gespannt sein, wie sich das Siemensstadt Square in den kommenden Jahren entwickeln wird.
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