Comeback der Pixies: Ein magischer Abend in der Zitadelle Spandau
In der Zitadelle Spandau, einem historischen Ort, der für seine beeindruckende Kulisse bekannt ist, feierten die Pixies ihr Comeback. Die Band, die 1986 gegründet wurde, ist auf ihrer Welttournee „P40“ unterwegs, ein Hinweis auf ihr Gründungsjahr. Joey Santiago, der Lead-Gitarrist und Mitbegründer der Band, spielte auf seiner goldenen Gibson Les Paul, die an einigen Stellen sichtbare Gebrauchsspuren aufwies – ein perfektes Symbol für die Langlebigkeit und den ungebrochenen Einfluss der Pixies.
Es war ein Abend voller Energie und Nostalgie. Während die ersten Töne durch die Luft schwebten, erinnerte sich so mancher Fan an die Anfänge der Band. 1987 erschien die erste Mini-LP „Come On Pilgrim“, gefolgt von dem ikonischen Debütalbum „Surfer Rosa“ 1988, das mit dem Hit „Where Is My Mind?“ bis heute unvergessen bleibt. Der Stil der Pixies, der süße Melodien mit verzerrtem Krach kombiniert, hat Generationen von Musikern inspiriert, auch wenn sie anfangs in den USA wenig populär waren. Ihre einflussreichsten Alben erschienen beim britischen Label 4AD, das ihnen den internationalen Durchbruch ermöglichte.
Ein unvergesslicher Auftritt
Der Auftritt selbst dauerte 90 Minuten und war damit etwas kürzer als frühere Konzerte, die oft bis zu 120 Minuten gingen. Die Setlist war ein wahres Feuerwerk, bestehend aus etwa 30 Songs, darunter Klassiker wie „Cactus“, „Debaser“ und „Isla de Encanta“. Ein besonderes Highlight war die Cover-Version von Neil Youngs „Winterlong“. Die neue Bassistin Emma Richardson, die erst kürzlich die Position von Paz Lechantin übernommen hat, beendete das Konzert mit dem gefühlvollen „Into the White“. Pünktlich um 22 Uhr ging das Licht aus – das Pixies-Logo leuchtete über dem Konzert-Areal und hinterließ ein Gefühl von Zufriedenheit und Begeisterung.
Joey Santiago, der am 10. Juni 1965 in Manila, Philippinen, geboren wurde, ist nicht nur ein talentierter Musiker, sondern auch ein kreativer Kopf, der nach der Trennung der Band im Jahr 1993 in verschiedenen Projekten aktiv war. Er produzierte Musik für Filme und Fernsehdokumentationen und gründete die Band The Martinis mit seiner Ex-Frau Linda Mallari. Santiago, der in den USA aufwuchs und an der University of Massachusetts Amherst studierte, hat sich über die Jahre als vielseitiger Musiker etabliert. Sein Gitarrenstil, den er als „winklig und verbogen“ beschreibt, wurde von Größen wie George Harrison und Jimi Hendrix beeinflusst.
Ein Blick in die Vergangenheit
Die Geschichte der Pixies ist eine faszinierende Reise. Santiago und sein Kompagnon Charles Thompson, der später als Frank Black bekannt wurde, gründeten die Band nach dem College-Abbruch. Zwischen 1987 und 1993 veröffentlichte die Gruppe fünf Alben und hinterließ in der Musikszene einen bleibenden Eindruck. Auch nach der Trennung blieb Santiago mit Frank Black in Kontakt und spielte auf mehreren Soloalben von ihm. Die Wiedervereinigung der Band im Jahr 2004 sorgte für Jubel unter den Fans und führte zu neuen Veröffentlichungen.
Die Pixies haben sich nicht nur als Band, sondern auch als kulturelles Phänomen etabliert. Ihre Musik spricht viele an und hat eine ganze Generation von Musikern inspiriert. Santiago selbst hat in den letzten Jahren mit verschiedenen Projekten, einschließlich seiner Arbeit mit The Martinis, für frischen Wind gesorgt. Die Band hat die Herausforderungen der Zeit überstanden und zeigt, dass sie auch im Jahr 2026 noch immer die Herzen ihrer Fans erobern kann.
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