Frank Bewig: Spandaus „ewiger Bürgermeister“ vor der Wiederwahl mit breiter Unterstützung
Heute ist der 29.10.2026, und Spandau könnte sich bald wieder in die Arme von Frank Bewig zurückziehen. Der CDU-Politiker, der seit 2023 als Bezirksbürgermeister am Ruder ist, wird voraussichtlich auch in Zukunft die Geschicke des Bezirks leiten. Die erste Sitzung des neu gewählten Bezirksparlaments steht vor der Tür, und wie CDU-Kreischef Heiko Melzer verrät, ist die Wahl von Bewig für diesen Donnerstag in der Pipeline.
Die politische Landschaft hat sich ein wenig gewandelt. Nach der Wahl am 20. September haben CDU und Grüne zwar ihre Zählgemeinschaft fortgesetzt, doch die beiden Parteien verfügen nicht mehr über eine eigene Mehrheit im Bezirksparlament. Ein überraschender Wendepunkt: Die SPD hat sich laut Melzer bereit erklärt, Bewig zu wählen. Damit könnte der 51-Jährige sein Amt mit einer breiteren Unterstützung fortsetzen.
Ein Blick auf die Machtverhältnisse
Im Bezirksparlament, das insgesamt 55 Sitze umfasst, sieht die Sitzverteilung folgendermaßen aus: Die CDU hält 17 Sitze, die AfD 12, gefolgt von der SPD und der Linken mit jeweils 9 Sitzen. Die Grünen sind mit 5 Sitzen vertreten, während der BSW 2 und die Tierschutzpartei einen Sitz einnimmt. Es wird also spannend sein, wie sich die verschiedenen Fraktionen verhalten werden, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Zusammenarbeit der CDU und der Grünen in der Vergangenheit nicht immer reibungslos verlief.
Bewig, der in den letzten Jahren als „ewiger Bürgermeister“ in Spandau bezeichnet wurde, hat die Möglichkeit, sein Amt für die Dauer einer Wahlperiode fortzuführen. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV), die ihn wählt, könnte ihm durch eine Zweidrittelmehrheit auch seine Abberufung nahelegen. Ein gewisses Risiko bleibt also, das mit jedem politischen Schritt einhergeht.
Die Rolle des Bezirksbürgermeisters
Doch was genau macht ein Bezirksbürgermeister eigentlich? Der Bezirksbürgermeister, so ist es im Bezirksverwaltungsgesetz festgelegt, ist nicht nur Vorsitzender des Bezirksamtes, sondern hat auch eine Dienstaufsicht über die Bezirksstadträte. Gemeinsam mit diesen bildet er das Bezirksamt, das für die Verwaltung des Bezirks verantwortlich ist. Monatliche Besprechungen im Rat der Bürgermeister sind Pflicht – eine Gelegenheit, um sich mit anderen Bezirksbürgermeistern auszutauschen und die Geschicke Berlins mitzugestalten.
Bewig wird, wie seine Vorgänger, die Herausforderung haben, die vielfältigen Anliegen der Spandauer Bürger zu vertreten. Als hauptamtlicher Bürgermeister hat er den Vorsitz im Bezirksamt und trägt somit die Verantwortung für wichtige Entscheidungen. Bei Stimmengleichheit hat seine Stimme das letzte Wort. Und das ist kein leichtes Unterfangen, wenn man an die unterschiedlichen Meinungen und Interessen der Parteien denkt.
In der bunten politischen Landschaft Berlins, die stets in Bewegung ist, bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln werden. Für Spandau könnte das bedeuten, dass Bewig weiterhin das Steuer in der Hand hat – und vielleicht wird er ja auch weiterhin für frischen Wind sorgen. Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringt!
