Spandauer Bezirksbürgermeister Frank Bewig vor Wiederwahl: Politische Dynamiken und mögliche Überraschungen
In Spandau geht es wieder rund, denn die Wahlen haben ihre Spuren hinterlassen. Frank Bewig, der CDU-Politiker und seit 2023 Bezirksbürgermeister, steht vor seiner Wiederwahl. Die offizielle Bestätigung wird am Donnerstag bei der ersten Sitzung des neu gewählten Bezirksparlaments erfolgen. Ein bisschen Spannung liegt in der Luft, denn die CDU und die Grünen planen, ihre so genannte Zählgemeinschaft fortzusetzen. Doch wie das in der Politik so ist, gibt es immer wieder Überraschungen.
Bei der Wahl am 20. September hat die CDU zwar die meisten Stimmen geholt – 27,8 Prozent und insgesamt 17 Sitze – aber sie hat auch 11,7 Prozentpunkte im Vergleich zu 2023 verloren. Die AfD hat mit einem Plus von 9,5 Punkten ordentlich aufgeholt und ist nun mit 20,6 Prozent die zweitstärkste Kraft im Bezirk. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,2 Prozent, was immerhin ein Anstieg von 11,5 Punkten im Vergleich zur letzten Wahl ist. Dennoch bleibt es die niedrigste Beteiligung aller zwölf Berliner Bezirke. Ein bisschen traurig, oder?
Die neue BVV und ihre spannenden Dynamiken
Das neue Bezirksparlament, die BVV, hat insgesamt 55 Sitze. Neben der CDU und der AfD bringen auch die SPD, die Linke und die Grünen ihre Stimmen mit. Die Sitzverteilung ist dabei durchaus interessant: Während die CDU 17 Sitze hat, kommt die AfD auf 12, und die SPD sowie die Linke teilen sich je 9 Sitze. Die Grünen haben immerhin noch 5 Sitze, während die BSW und die Tierschutzpartei zusammen einen kleinen Teil der politischen Landschaft ausmachen. Für Bewig wird es spannend, denn für die Wiederwahl braucht er mindestens 28 Stimmen. Eine Herausforderung, wenn man bedenkt, dass die bisherige schwarz-grüne Zählgemeinschaft nur 22 Sitze hat.
Ein kleiner Lichtblick könnte die Unterstützung der SPD sein, die sich nach Gesprächen mit Heiko Melzer, dem CDU-Kreischef, bereit erklärt hat, Bewig zu wählen. Das könnte die notwendige Mehrheit von 28 Stimmen sichern. Politische Manoever und Koalitionsgespräche sind an der Tagesordnung – und niemand weiß so recht, wie sich die Dinge entwickeln werden.
Die Rolle der BVV und ihre Bedeutung für Spandau
Die Bezirksverordnetenversammlung ist mehr als nur ein politischer Schauplatz. Sie berät über Vorschläge, beschließt Empfehlungen und Anträge an das Bezirksamt und kontrolliert dessen Arbeit. Man könnte sagen, sie ist das Herzstück der politischen Entscheidungsfindung in Spandau. Mit ihrer Arbeit beeinflusst die BVV direkt das Leben der Menschen vor Ort. Von der Entscheidung über den Bezirkshaushalt bis zur Wahl des Bezirksbürgermeisters und der Bezirksstadträte – all das geschieht hier.
Am 1. November 2026 muss die neue BVV offiziell zusammentreten. Bis dahin bleibt es spannend, wie die politischen Kräfteverhältnisse sich entwickeln und welche Allianzen geschmiedet werden. Und die Bürgerinnen und Bürger in Spandau? Die schauen gespannt zu, wie sich ihre politische Landschaft formt. Die nächsten Wochen könnten entscheidend sein, nicht nur für Bewig und die CDU, sondern für die gesamte Bezirkspolitik. Wer weiß, vielleicht gibt es ja doch noch die ein oder andere Überraschung auf dem Weg zur Wiederwahl!
