Senioren besetzen Pankower Begegnungsstätte – Ein Zeichen der Solidarität!
In Berlin-Pankow haben Senior*innen die Begegnungsstätte in der Stille Straße 10 besetzt. Diese Aktion, die ein Novum in der Stadt darstellt, erfolgt vor dem Hintergrund, dass das Haus seit 13 Jahren als Symbol der Berliner Mieter*innenproteste gilt. Die Besetzung, die auf große Solidarität von jüngeren Menschen trifft, ist Teil eines größeren Anliegens: Der Förderung und Sicherung der sozialen Teilhabe älterer Menschen. Die Volkssolidarität Berlin unterstützt die Einrichtung bereits seit 2012 finanziell, jedoch werden die Mittel ab dem 31. Dezember 2025 aufgrund von Kürzungen im Landeshaushalt voraussichtlich gekürzt. Die jährlichen Kosten, die sich auf 15.000 Euro belaufen, können nicht mehr aufgebracht werden. Diese Entwicklungen bedrohen die Angebote der Einrichtung, die jährlich mehr als 5.000 Besucher*innen anzieht.
Zusammen mit dem Förderverein Stille Straße 10 e.V. plant die Einrichtung, ab dem 1. Januar 2026 den Betrieb in Eigenregie zu übernehmen. In einem ersten Schritt wurde am 18. Oktober ein Aktionstag organisiert, um auf die Bedürfnisse der Senior*innen aufmerksam zu machen. Eveline Lämmer, eine Vertreterin des Fördervereins, äußerte sich optimistisch über den großen Zuspruch und die Unterstützung der lokalen Gemeinschaft. In diesem Kontext wird auch eine Debatte über die Zukunft der Senior*innenstätte im BVV-Saal in Pankow am 4. November stattfinden, unterstützt von der Linkspartei.
Vielfältige Angebote für die Gemeinschaft
Die Begegnungsstätte bietet eine breite Palette an Veranstaltungen an. Dazu zählen wöchentliche Computer- und Gymnastikkurse sowie größere Events wie das Sommerfest. Diese Aktivitäten werden in Kooperation mit wichtigen Partnern wie dem Jobcenter und der Ambulanten Pflege Pankow realisiert. Zudem ist ein Aufruf zur Übernahme von Ehrenämtern und zur Einbringung neuer Ideen in die Gemeinschaft Teil des Konzepts. Frau Probst, eine Ansprechpartnerin vor Ort, freut sich auf besuchende Interessierte.
Die sozialen Herausforderungen, insbesondere in der Seniorenpolitik, erfahren durch die Initiativen wie das Netzwerk „Soziales neu gestalten“ (SONG) Unterstützung. Dieses Netzwerk, gegründet von verschiedenen Institutionen, fördert die Entwicklung neuer Wohnformen im Alter und lokale Bürger-Profi-Technik-Mixe. Es beschäftigt sich seit 2006 mit der Zukunft von Pflege, Versorgung und Teilhabe und hat zahlreiche Impulse für sozialraumorientierte Netzwerkarbeit gegeben. Die Erfahrung und das Wissen der Bürger fließen als wertvolles Gut in diese Konzepte ein, was die Bedeutung der aktiven Mitgestaltung der eigenen Lebensumstände unterstreicht.
Die Zukunft der Begegnungsstätte in Pankow bleibt spannend. Trotz der finanziellen Unsicherheiten ziehen die Senior*innen nicht von ihrem Platz weg und kämpfen für ihre Rechte und Bedürfnisse. Die Solidarität zwischen den Generationen könnte eine Schlüsselrolle in der Erhaltungsstrategie dieser wichtigen sozialen Einrichtung spielen.
Für mehr Informationen zur Unterstützung der Begegnungsstätte in Pankow und den aktuellen Entwicklungen können Interessierte die Berichte von nd-aktuell, Volkssolidarität Berlin und Bertelsmann Stiftung verfolgen.
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