Reinickendorf startet Fuchs-Parlament: Jugendliche gestalten Zukunft!
Am 12. Juni 2025 wurde im Haus der Jugend – Fuchsbau das Kinder- und Jugendparlament Reinickendorf offiziell ins Leben gerufen. Über 120 Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 19 Jahren aus dem Bezirk nahmen am Auftakttreffen teil. Ziel des neuen Parlaments ist es, die Jugendbeteiligung und das politische Engagement in der Region zu fördern. Jugendstadtrat Alexander Ewers (SPD) äußerte sich positiv über das Engagement und das Interesse der jungen Menschen, die in Workshops und Diskussionsrunden ihre Anliegen diskutierten.
Ein zentrales Element der Gründung war die demokratische Namensfindung des Parlaments. Der Name „Reinickendorfer Fuchs-Parlament“ wurde mit großer Mehrheit gewählt. Die Themen, die die Teilnehmer ansprachen, reichten von Schulangelegenheiten über Freizeitangebote bis hin zu Klimaschutz und Verkehr. In den kommenden Monaten sollen Arbeitsgruppen gebildet und Sprecherinnen sowie Sprecher gewählt werden, um die organisatorischen Strukturen weiter auszubauen. Das Projekt wird vom Bezirksamt Reinickendorf finanziert und in Zusammenarbeit mit dem Träger „kein Abseits! e.V.“ umgesetzt.
Förderung von Jugendbeteiligung auf nationaler Ebene
Die Entwicklung des Kinder- und Jugendparlaments in Reinickendorf ist Teil eines größeren Trends in Deutschland, der durch den Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendbeteiligung (NAP) gefördert wird. Das Bundesjugendministerium hat diesen Plan ins Leben gerufen, um die direkte und wirkungsvolle Beteiligung junger Menschen bis zum Jahr 2025 zu ermöglichen. Der NAP begann mit einem Dialogprozess, der verschiedene Formate wie Dialogforen und Jugend-Audits umfasste.
Gemäß den zentralen Ergebnissen dieses Aktionsplans wurden Empfehlungen zur Kinder- und Jugendbeteiligung formuliert. Diese beinhalten unter anderem die gleichwertige Behandlung junger Menschen in Beteiligungsprozessen und eine jugendgerechte Kommunikation. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Schaffung einer zentralen Beteiligungsplattform, die Jugendlichen den Zugang zu Informationen erleichtert. Auch die Unterstützung durch ausgebildete Fachkräfte sowie die Förderung einer ressourcensparenden Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Regierungsbereichen sind von Bedeutung.
Die Rolle der Jugendbeteiligung in der Gesellschaft
Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an politischen Entscheidungsprozessen ist nicht nur ein rechtliches, sondern auch ein gesellschaftliches Bedürfnis. Jugendliche profitieren enorm davon, wenn ihre Stimmen gehört werden und sie Einfluss auf die Entscheidungen nehmen können, die ihr Leben betreffen. Die Formate der Jugendbeteiligung fördern nicht nur die Auseinandersetzung mit politischen Themen, sondern auch Fähigkeiten wie Zuhören, Austausch und das Schließen von Kompromissen.
Jedoch steht die Jugendbeteiligung auch vor Herausforderungen: Die Nachhaltigkeit von Projekten muss sichergestellt werden, damit Frustration vermieden wird. Ein weiteres Problem ist, dass repräsentative Formen oft nicht alle Jugendlichen erreichen, insbesondere bildungsferne Jugendliche, Mädchen und junge Menschen aus ländlichen Regionen. Daher ist eine durchdachte Konzeption von Beteiligungsformaten notwendig, um die Vorteile der Jugendbeteiligung optimal zu nutzen und verschiedene Gruppen einzubeziehen.
Insgesamt zeigt die Gründung des Reinickendorfer Fuchs-Parlaments, wie wichtig es ist, den jungen Menschen in der Gesellschaft eine Stimme zu geben und ihre politische Teilhabe nachhaltig zu fördern, um grundlegende demokratische Werte zu stärken. Das Beispiel Reinickendorf könnte als Modell für andere Bezirke dienen und das Bewusstsein für die essentielle Rolle der Jugendbeteiligung schärfen.
Weitere Informationen zu den Projekten finden Sie auf den folgenden Seiten: berlin.de, bmfsfj.de, und politische-bildung.nrw.
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