Heute ist der 6.05.2026, und während die Stadt Berlin ihren gewohnten Trubel entfaltet, gibt es Neuigkeiten aus dem Bereich des Tierschutzes, die uns aufhorchen lassen. Nach einem Jahr Pause hat die Hauptstadt endlich wieder einen Landestierschutzbeauftragten. Die Justizsenatorin Felor Badenberg von der CDU hat Lutz Zengerling in dieses Ehrenamt berufen. Zengerling, ein echter Experte auf diesem Gebiet, bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Veterinär- und Lebensmittelaufsicht mit – zuletzt war er sogar als Leiter des Bezirksamts Pankow tätig. Das klingt schon mal vielversprechend, oder?
Die Entscheidung, die Position des Landestierschutzbeauftragten wieder ehrenamtlich zu besetzen, ist nicht ohne Kontroversen. Badenberg hat damit das Projekt der Grünen und des ehemaligen Justizsenators Dirk Behrendt, das einen hauptamtlichen Tierschutzbeauftragten vorsah, beendet. Man könnte sagen, das ist ein Schritt zurück, aber Badenberg bezeichnete es als haushaltspolitisch verantwortungsvolle Entscheidung. Zengerling wird seine Aufgaben nun mit einem klaren Fokus angehen, und die Rückkehr zu einem Ehrenamt erinnert an die Tradition vor 2017. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entscheidung auf die Tierschutzaktivitäten in Berlin auswirken wird.
Ein Blick zurück: Die Vorgeschichte
Die Vorgängerin von Zengerling, Kathrin Herrmann, hatte ein turbulentes Mandat. Sie verlor ihr Amt im Juli 2025 und befindet sich seitdem im unbezahlten Sonderurlaub für Forschungsprojekte im Ausland. Herrmann war im November 2020 ins Amt berufen worden, doch ihre Zeit war alles andere als harmonisch. Es gab Konflikte mit der neuen CDU-geführten Hausleitung, und sie verstand sich selbst als unabhängige Beauftragte. Nach mehreren Abmahnungen wurde sie schließlich freigestellt, und die Kündigung wurde vom Hauptpersonalrat abgelehnt. Ein echtes Drama, könnte man sagen. Ihre Rückkehr in den Landesdienst ist für Anfang 2027 geplant – jedoch nicht in ihrer alten Funktion.
Was bedeutet das nun für die Aufgaben des neuen Landestierschutzbeauftragten? Zengerling wird nicht nur die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz beraten, sondern auch Tierschutzinitiativen ins Leben rufen müssen. Diese Rolle ist wichtig, denn der Tierschutz hat in einer Stadt wie Berlin, in der viele Menschen mit Tieren leben, einen hohen Stellenwert. Es gibt viel zu tun, und die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen.
Veterinärwesen und Tierschutz: Ein komplexes Zusammenspiel
Im Rahmen des öffentlichen Veterinärwesens sind die Aufgaben von beamteten Tierärzten in Deutschland vielfältig. Sie sind verantwortlich für die Verhütung und Bekämpfung von Tierseuchen, den Schutz der Menschen vor gesundheitlichen Gefahren durch tierische Krankheitserreger und die Erhaltung des Wohlbefindens der Tiere. Zengerling wird in seiner neuen Funktion die Verantwortung tragen, Leiden bei Tieren zu verhindern und sicherzustellen, dass Verbraucher nicht durch irreführende Informationen über Lebensmittel tierischer Herkunft in die Irre geführt werden.
Das Prinzip „vom Stall bis zum Tisch“ ist hier besonders relevant. Es geht darum, die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten und mit verschiedenen Verwaltungen zusammenzuarbeiten. Die Tierschutzüberwachung spielt ebenfalls eine zentrale Rolle – Kontrolle von Tierhandel, Transporten und Haltungen, Genehmigung und Überwachung von Tierversuchen, all das fällt in Zengerlings Aufgabenbereich. Es wird spannend zu beobachten, wie er diese Herausforderungen angeht und ob er die nötigen Impulse für einen stärkeren Tierschutz setzen kann.
Berlin hat einen neuen Weg eingeschlagen, und die kommenden Jahre könnten entscheidend dafür sein, wie sich der Tierschutz in der Stadt entwickelt. Mit Zengerling an der Spitze ist ein erfahrener Mann am Ruder, der die Weichen stellen kann. Lassen wir uns überraschen, welche Initiativen und Veränderungen er anstoßen wird. Eines ist sicher: Die Tierschutzgemeinschaft in Berlin ist auf jeden Fall in Bewegung.