Sonntag in Berlin, und das Wetter? Einfach traumhaft! Die Sonne blitzt durch die Wolken, und ein sanfter Wind weht durch die Straßen. Es ist der perfekte Tag, um die Gartenarbeitsschule Pankow zu erkunden, eine grüne Oase mitten in der Stadt. Auf 13.000 Quadratmetern Fläche blüht und gedeiht es – ein wahres Paradies für Pflanzenliebhaber und solche, die es werden wollen.
Die Besuchergruppen sind kunterbunt: Fünf Freundinnen, die Mitte zwanzig sind, zwei Rentnerinnen, die das Gärtnern lieben, und zahlreiche Hobbygärtner:innen, die den grünen Daumen polieren wollen. Elisabeth Scholz, die charmante Führerin des Tages, hat viel auf dem Herzen. Sie spricht über die Wunder der Garten- und Wildkräuter, während die Neugierigen ihre Hände in die Erde graben, Pflanzen riechen, betasten und sogar kosten. Zitronenmelisse und Brennnesselblätter werden als Heilpflanzen angepriesen – und ja, die Aromen sind einfach himmlisch!
Ein Ort des Lernens und Entdeckens
Diese Veranstaltung ist Teil von StadtNatur, einem Programm der Stiftung Naturschutz Berlin, das seit 2007 existiert. Über 500 Veranstaltungen an mehr als 150 Orten – das klingt nach einer Menge Möglichkeiten, die Natur zu erleben! Die Gartenarbeitsschulen in Berlin haben eine lange Tradition, die 1920 mit August Heyn begann. Er wollte Kindern die unmittelbare Erfahrung mit der Natur ermöglichen. Heute gibt es 15 solcher Schulen in der Stadt, die von den Bezirken und dem Land Berlin finanziert werden. Hier wird nicht nur für Schulklassen und Erwachsene ein Stück Natur erlebbar gemacht, auch Kita-Gruppen finden hier die nötige Unterstützung.
In der Gartenarbeitsschule Pankow legen die Besucher ihre Handys zur Seite – kein Platz für Ablenkungen, wenn man unter freiem Himmel in der Küche arbeitet. Das Ergebnis? Eine kreative Freiheit, die nur in der Natur gedeihen kann. Hier wird die Erde umgegraben, und die Hände werden schmutzig – und das ist genau das, was wir brauchen!
Entdeckendes Lernen für alle
In diesem Kontext sei auch die AHGASN erwähnt, ein offener Lernort für Lehrpersonen, der darauf abzielt, den Unterricht durch praktische Komponenten zu bereichern. Kinder können hier naturwissenschaftlichen Fragen nachgehen und ihre eigenen Hypothesen aufstellen. Frau Mosler-Kolbe bietet Beratung an – sei es vor Ort oder in Schulen und Kitas. Die Angebote sind vielfältig und richten sich nicht nur an Schulklassen aller Altersstufen. Auch Einzelpersonen und Ehrenamtliche sind herzlich willkommen, sich durch Praktika oder Schulpraktika zu engagieren. Fortbildungen für Lehrerinnen und Erzieherinnen finden regelmäßig statt. Eine tolle Möglichkeit, frische Ideen in den Unterricht zu bringen!
Die Gartenarbeitsschule Pankow und die AHGASN – sie verkörpern einen Ansatz, der Lernen nicht auf den Klassenraum beschränkt. Die Natur selbst wird zum Lehrmeister, und die Schüler lernen nicht nur aus Büchern, sondern durch direkte Erfahrung. In einer Zeit, in der digitale Medien dominieren, sind solche Orte wie diese umso wichtiger. Hier wird die Umgebung aktiv in den Lern- und Lebensalltag integriert, und die Kinder können erleben, wie viel Freude es macht, selbst etwas zu gestalten.
Ein weiteres Beispiel ist die Beratungsstelle „Grün macht Schule“, die Schulen bei Umweltprojekten unterstützt. Sie fördern die Schaffung naturnaher Freiflächen und begleiten Planungsprozesse. Dabei steht die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund – Lehrer, Schüler und Eltern werden in die Umgestaltungsphasen einbezogen. Durch solche Initiativen können Schulhöfe zu erlebnisreichen Orten werden, die nicht nur während der Schulzeit, sondern auch danach genutzt werden können. Ein Gewinn für alle!
So zieht der Sonntag in Pankow seine Kreise und zeigt, wie wertvoll der Austausch mit der Natur ist. Die Gartenarbeitsschule und ihre Angebote sind nicht nur ein Ort der Bildung, sondern auch ein Ort der Gemeinschaft und des Wohlbefindens. Und während die Sonne langsam untergeht, bleibt ein Gefühl von Zufriedenheit zurück – die Erde hat ihre Geschichten erzählt, und wir haben gelauscht.
