120 Jahre Hempel: Tradition und Innovation im Herzen Berlins
In Pankow wird mit Freuden ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert: Hempel GesundheitsPartner steht seit nunmehr 120 Jahren fest im Sattel der Berliner Gesundheitslandschaft. Gegründet im Jahr 1906, als das Kaiserreich noch blühte, darf man Hempel ohne Zweifel als einen der traditionsreichsten Akteure der Stadt bezeichnen. Ursprünglich als Orthopädiefachhandel gestartet, bot man Prothesen, Bandagen und orthopädische Hilfsmittel an – also Produkte, die Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützen. Und heute? Heute ist Hempel ein vielschichtiges Unternehmen mit 15 Standorten in Berlin, das von Geschäftsführer Andreas Hempel in vierter Generation geleitet wird.
Was für ein Weg! Zwei Weltkriege, die Teilung Berlins, der Mauerfall und schließlich die Wiedervereinigung – all diese historischen Wendungen hat Hempel überstanden. In einer Zeit, in der der Einzelhandel in Berlin unter steigenden Mieten, Fachkräftemangel und dem Druck durch Online-Konkurrenz leidet, zeigt Hempel, dass Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können. Das Unternehmen setzt auf Expansion, moderne Technik wie 3D-Scans und digitale Prozesse, bleibt aber gleichzeitig der persönlichen Beratung treu. Diese menschliche Note ist schließlich das Herzstück ihres Geschäfts. Und das ist auch gut so!
Ein Ort für alle
Doch Hempel beschränkt sich nicht nur auf die klassischen Dienstleistungen. Es gibt spezialisierte „in petto“-Filialen für Frauen, physiotherapeutische Angebote und sogar eine Eventlocation namens „pop your Brain“ – das klingt doch nach einem Ort, an dem Ideen sprudeln können! Für die kleinen Pausen zwischendurch lockt das Café „Emil“ mit köstlichen Snacks und einem einladenden Ambiente. Das Jubiläum wird als Anlass genommen, um in den Nachwuchs und die Ausbildung in Handwerk, Verwaltung und Einzelhandel zu investieren. Ein kluger Schachzug, der die Weichen für die Zukunft stellt.
Aber Hempel ist nicht allein in Berlin. Die Dussmann Group, das größte Familienunternehmen der Stadt, hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1963 zu einem internationalen Player entwickelt. Mit einem Umsatz von etwa 3,3 Milliarden Euro und circa 70.000 Mitarbeitern ist Dussmann ein Gigant im Bereich Facility Management, Food Services und Seniorenpflege. Diese Unternehmen stehen für die Resilienz und Innovationskraft, die berlinsche Traditionsunternehmen auszeichnen. Sie alle, ob groß oder klein, kämpfen gegen ähnliche Herausforderungen: steigende Betriebskosten und den Druck der Digitalisierung.
Tradition trifft Zukunft
Berlin ist ein echtes Zentrum für Tradition und Innovation. Die Stadt brummt nicht nur vor aufregenden Start-ups, sondern auch von jahrhundertealten Unternehmen, die die Identität der Stadt prägen. KaDeWe, Berliner Kindl oder Konnopke’s Imbiss sind nur einige Beispiele für die Vielfalt, die Berlin zu bieten hat. Sie alle haben das Potenzial, die kommenden Herausforderungen zu meistern. Und der Druck ist da – die Konsumgewohnheiten ändern sich, und die Konkurrenz schläft nicht. Doch wie Hempel und Dussmann zeigen, ist es möglich, in einem sich ständig verändernden Umfeld zu bestehen und dabei die eigenen Wurzeln nicht zu vergessen.
Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Berliner Traditionsunternehmen in der Zukunft weiterentwickeln werden. Der Blick auf die Herausforderungen, aber auch die vielen Chancen, die sich bieten, wird entscheidend sein für ihren Fortbestand. Eines ist sicher: Die Geschichten von Hempel, Dussmann und ihren Mitstreitern sind noch lange nicht zu Ende erzählt.
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