Im schönen Pankow, genauer gesagt im Schlosspark Schönhausen, gibt es einen alten Baum, der eine kleine Sensation geworden ist. Eine majestätische, etwa 250 Jahre alte Platane, die schon viele Winter und Sommer erlebt hat, zeigt sich nach einem verheerenden Brand im Dezember 2025 wieder in frischem Grün. Ja, richtig gehört! Trotz der heftigen Flammen, die aus ihrem hohlen Stamm schlugen, und dem großen Aufgebot der Feuerwehr, die stundenlang mit einem umweltverträglichen Schaummittel kämpfte, hat der Baum wieder neue Triebe gebildet. Das ist nicht nur eine Freude für die Naturfreunde, sondern auch ein Zeichen dafür, dass das Leben manchmal auf die erstaunlichsten Weisen zurückkommt.

Die Platane, die stolze 35 Meter in die Höhe ragt, gehört zu einem Ensemble von vier historischen ahornblättrigen Platanen. Diese besonderen Bäume, die zwischen 190 und 250 Jahren alt sind, stehen unter dem Schutz der Naturdenkmäler. Man fragt sich, wie es zu dem Brand kommen konnte – letztlich war es Brandstiftung, die große Bestürzung auslöste. Mitarbeiter des Parks, die die Flammen und den Rauch entdeckten, konnten damals nur ohnmächtig zusehen, wie das Feuer tief im Inneren des Stammes wütete. Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun, um die Flammen zu löschen und den Baum zu retten. Um den Sauerstoff zu entziehen, wurden Öffnungen im Stamm mit Sand verschlossen. Was für eine dramatische Rettungsaktion!

Ein Baum mit Geschichte und Herausforderungen

Die Platane ist nicht nur ein Überbleibsel vergangener Zeiten, sie hat auch mit den Herausforderungen der modernen Welt zu kämpfen. Alte Platanen, einschließlich der Schönhauser Exemplare, leiden unter der Pilzerkrankung Massaria. Und das ist nicht der einzige Schicksalsschlag: Bereits in der Vergangenheit gab es mehrfach Zündeleien in der Baumhöhle. Um weitere Schäden zu verhindern, plant man, die Öffnungen am Stamm dauerhaft zu sichern. Aktuell umgibt ein Absperrgitter den Baum, und schwarze Brandspuren sind noch immer sichtbar. Ob der Baum den Brandschaden übersteht, hängt letztlich vom Ausmaß des Schadens ab. Doch viele Baumarten haben die Fähigkeit, nach einem Brand wieder auszutreiben, sofern das Kambium und die Wurzeln intakt bleiben. Hoffen wir das Beste!

Wie sich zeigt, ist der Zustand unserer Bäume nicht nur ein Thema für den Schlosspark Schönhausen. Ein aktueller Klima-Parkschadensbericht der TU Berlin, gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, offenbart, dass 59% der Bäume in den untersuchten Parks in Deutschland beschädigt sind. Von 157.323 erfassten Bäumen waren 41% vital, während 50% leicht bis mittelstark betroffen und 9% schwer beschädigt oder sogar tot sind. Historische Parks sind von diesem Klimastress besonders betroffen. Parks wie der Schönhauser Park stehen exemplarisch für eine große Herausforderung, die nicht nur die Vitalität der Bäume, sondern auch die Biodiversität und die klimatische Anpassungsfähigkeit unserer Städte betrifft.

Die Untersuchung zeigte auch, dass fremdländische Baumarten besser mit dem Klimastress zurechtkommen als heimische Pflanzen. Das stellt uns vor die Frage: Welche Baumarten sollten wir künftig pflanzen, um unsere Parks für die Zukunft zu rüsten? Experten empfehlen, unter anderem Flaum-Eichen und Blumen-Eschen in die Planungen einzubeziehen. Wir müssen uns um unsere grünen Oasen kümmern, denn sie sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch essenziell für das Stadtklima. Die Geschichten der alten Bäume wie unserer Platane im Schlosspark Schönhausen sind Teil dieser wichtigen Erzählung.

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