Nezaket Ekici: Eine Reise zwischen Mensch und Natur in Berlin
In Berlin, der pulsierenden Metropole der Kunst und Kultur, steht die Performance Installation „Gaia – Mother Earth“ von Nezaket Ekici seit 2016 im Fokus. Hier, im ZAK Zentrum für Aktuelle Kunst, wird die Beziehung zwischen Mensch und Natur auf eindringliche Weise thematisiert. Ekici, die am 1. November 1970 in der Türkei geboren wurde und bereits im Alter von drei Jahren nach Deutschland zog, hat es geschafft, mit ihren Arbeiten über 250 Performances in mehr als 60 Ländern auf vier Kontinenten zu präsentieren. Ein wahres Schwergewicht der Performancekunst!
Diese Woche gibt es in Berlin so einiges zu entdecken. Am 9. Juni 2026 startet die Woche mit einem spannenden Artist Talk von Kaarina-Sirkku Kurz, der um 19 Uhr im Finnland-Institut an der Marburger Straße 3 beginnt. Am 10. Juni wird es dann besonders aufregend, denn Nezaket Ekici selbst wird um 19 Uhr im ZAK eine Performance zum Zustand der Welt zeigen. Wer sich für die Themen Kunst und Gesellschaft interessiert, sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen!
Ein Blick auf Nezaket Ekicis Werdegang
Ekici wuchs in Duisburg auf und hat eine Ausbildung zur Druckformherstellerin absolviert, bevor sie von 1994 bis 2001 Kunstgeschichte und Kunstpädagogik an der LMU/AdBK München studierte. Sie setzte ihren Weg an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig fort, wo sie unter der Anleitung der renommierten Marina Abramović von 2001 bis 2003 Performance und freie Kunst studierte. 2004 schloss sie als Meisterschülerin ab – eine beeindruckende Leistung, die ihren künstlerischen Werdegang maßgeblich prägte.
In den folgenden Jahren entwickelte Ekici einen einzigartigen Stil, der Körperlichkeit, Zeit und Raum thematisiert. Ihre Performances sind nicht nur Kunstwerke, sondern auch Experimente, die zum Nachdenken anregen. Sie lädt ihr Publikum ein, neue Assoziationen zu schaffen, und das gelingt ihr auf eindrucksvolle Weise. Die erste museale Retrospektive ihrer Werke fand 2011/2012 im Marta Herford statt, gefolgt von einer Wanderausstellung in Brügge 2013.
Die Kunst der Performance
Performancekunst, in der Ekici zu Hause ist, hat ihren Ursprung in den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren. Sie stellt eine Abkehr von objektgebundenen Kunstformen dar und verwandelt Kunst in eine lebendige Handlung, ein zeitlich begrenztes Ereignis. Dabei wird der menschliche Körper als Medium eingesetzt – ein faszinierendes Konzept, das die Grenzen zwischen verschiedenen Kunstformen verwischt. Ekici ist eine Vertreterin dieser Kunstbewegung, die sich zwischen bildender Kunst, Theater und Musik bewegt.
Die Reaktionen auf ihre Arbeiten sind oft kontrovers. Manche finden die Unmittelbarkeit der Performance inspirierend, während andere die Flüchtigkeit und Nicht-Reproduzierbarkeit in Frage stellen. Doch gerade diese Ambivalenz ist es, die die Kunst von Nezaket Ekici so lebendig macht und sie zu einer der bedeutendsten Stimmen der zeitgenössischen Kunstszene in Berlin erhebt.
Ein Ausblick auf die kommenden Tage
Am 11. Juni 2026, um 18 Uhr, findet ein Akademie-Gespräch in der Akademie der Künste am Pariser Platz statt, das sich mit der Frage beschäftigt: „Was ist Berlin die Kultur wert?“ Ein spannendes Thema, das sicherlich viele Facetten bieten wird. Am 12. Juni beginnt das Internationale Performance-Festival „Never Work“ in den Sophiensælen und beschäftigt sich mit zeitgenössischen Diskursen rund um das Thema Arbeit – ein weiterer Pflichttermin für Kunstinteressierte!
Am 13. Juni werden dann in der Kunstbrücke am Wildenbruch zwei Performances präsentiert: „Xenia // is it urgent?“ von Susanne Grau und „Smoke in Mirrors“ von Selma Lindgren. Und am 14. Juni um 18 Uhr steht die Performance von Anna Ehrenstein und Yara Mekawei „The Cloud Is Still Balkanized“ auf dem Programm. Es wird eine aufregende Woche für die Berliner Kunstszene! Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Performances von Nezaket Ekici und anderen Künstler*innen entfalten werden.
