Heute ist der 8.06.2026 und wir blicken zurück auf ein spannendes Kapitel in der Geschichte des U-18-Wasserballs. Der SV Cannstatt, der in diesem Jahr als Ausrichter des Endturniers auftrat, hat sich mit dem dritten Platz bei der deutschen Meisterschaft nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Trainer Djordje Milojkovic war sichtlich enttäuscht über das Ergebnis, denn die Ambitionen waren hoch. Der Titel schien greifbar nahe, doch die Realität war eine andere. So viel Herzblut und Engagement, und am Ende nur Platz drei – das nagt an den Nerven.

Im Auftaktspiel gegen den Duisburger SV 1898, welcher übrigens überraschend das Turnier gewann, war der SV Cannstatt zunächst auf der Überholspur. 9:8 zur Halbzeit – das klang vielversprechend! Doch dann kam der Rückschlag: Am Ende verloren sie das Spiel mit 12:14. Milojkovic selbst bemerkte, dass Duisburg den Sieg einfach mehr wollte. Die Leistungsträger wie Hannes Rogge, Tobias Scherrieble, Anton Tuda und Dimitrij Vasilev konnten nicht an ihre gewohnten Leistungen anknüpfen und schienen emotional leer zu sein. Das war nicht das Bild, das man sich als Ausrichter gewünscht hätte.

Ein schmaler Grat zwischen Erfolg und Enttäuschung

Im weiteren Verlauf des Turniers verlor Cannstatt in einem dramatischen Spiel gegen SG Neukölln nach Fünfmeter-Werfen mit 17:19. Ein umstrittener Fünfmeter, der den Ausgleich ermöglichte, sorgte für Diskussionen und schlaflose Nächte. Doch der SV Cannstatt gab nicht auf und konnte schließlich im Spiel gegen den OSC Potsdam einen knappen 9:8-Sieg erringen. Damit sicherten sie sich immerhin die Bronzemedaille – ein kleiner Trost.

Ein Lichtblick war Dimitrij Vasilev, der sich im Turnier steigerte und mit 17 Toren bester Torschütze wurde. Auch der junge Anton Pirija, Jahrgang 2011, überraschte den Coach mit seinen hervorragenden Leistungen und wurde als zweitbester Spieler des Teams bezeichnet. Man merkt, dass in den Reihen des SV Cannstatt viel Potenzial schlummert – und das lässt auf die Zukunft hoffen.

Ein Blick über den Tellerrand

<pWährend die U-18-Wasserballer des SV Cannstatt mit gemischten Gefühlen aus dem Turnier gingen, geht es für einige von ihnen auf internationaler Ebene weiter. Bei der ersten U-18-Wasserball-Europameisterschaft in Oradea, Rumänien, trat das deutsche Team an und belegte letztendlich den zehnten Platz. Neben fünf Spielern vom OSC Potsdam waren auch vier Akteure vom SV Cannstatt vertreten. Die Vorrunde brachte einige spannende Spiele mit sich, darunter Siege gegen Georgien und die Ukraine, aber auch eine knappe Niederlage gegen Malta im Fünfmeterwerfen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Für einen echten Leistungsträger sorgte Tobias Scherrieble, der mit zehn Toren zur Mannschaftsleistung beitrug. Am Ende war es Montenegro, das den Titel holte, nachdem sie Serbien im Finale mit 13:9 besiegten. So schließt sich der Kreis – während Cannstatt auf nationaler Ebene noch um den Titel kämpft, dürfen einige Spieler bereits internationale Erfahrungen sammeln. Vielleicht ist das der Anstoß, um in Zukunft noch stärker zurückzukommen.