Der Spielplatz an der Siemensstraße in Moabit wird ab dem 1. Juli 2025 umfassend saniert und modernisiert. Ziel dieser Maßnahme, die rund vier Monate in Anspruch nehmen soll, ist die Schaffung eines attraktiven und inklusiven Ortes für Kinder aller Altersgruppen und Familien. Bezirksstadtrat Christopher Schriner erläuterte, dass alle Spielgeräte barrierearm gestaltet werden, um Kindern mit und ohne Behinderungen ein gemeinsames Spielerlebnis zu ermöglichen. Dies umfasst unter anderem eine rollstuhlgerechte Rutsche, ein Sandspielhaus sowie eine inklusive Kletterskulptur, Seilbahn, Schaukeln und einen Balancierbereich.

Während der Bauzeit wird der Spielplatz vollständig gesperrt, und die Wiedereröffnung ist für Ende des Jahres 2025 geplant. Die Sanierungsarbeiten sind Teil des Kita- und Spielplatzsanierungsprogramms (KSSP) des Bezirks Mitte, der dafür rund 460.000 Euro investiert. Ein zentrales Anliegen der Maßnahmen ist die Barrierefreiheit, um insbesondere Kindern mit körperlichen Einschränkungen sowie ihren Begleitpersonen eine Teilhabe zu ermöglichen, was als entscheidend für die frühzeitige Akzeptanz von Unterschieden gilt.

Beteiligung der Anwohner und Kinder

Im Frühjahr 2025 fand ein Beteiligungsverfahren des Kinder- und Jugendbüros Mitte statt, bei dem Kinder, Schüler*innen und Anwohnende Ideen und Wünsche zu der künftigen Gestaltung des Spielplatzes einbringen konnten. Die Anregungen aus diesem Prozess flossen maßgeblich in die Planung ein, wodurch ein Ort geschaffen wird, der den Bedürfnissen der Gemeinschaft entspricht.

Dr. Volker Anneken vom Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) betont die Relevanz inklusiver Spielplätze, da sie nicht nur die Entwicklung von Kindern mit Behinderung fördern, sondern auch den Austausch zwischen Begleitpersonen ermöglichen. Aktuell sind viele Spielplätze in Deutschland jedoch noch nicht barrierefrei und schließen direkt Kinder mit Behinderungen, wie Rollstuhlfahrer, aus. Die Aktion Mensch setzt sich daher für die Schaffung von mehr inklusiven Spielplätzen ein und stellt Informationen, Checklisten und Handlungsempfehlungen zur Verfügung, um Städten und Gemeinden zu helfen, diese Barrieren abzubauen.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Der bevorstehende Umbau des Spielplatzes an der Siemensstraße ist ein positiver Schritt in Richtung Inklusion und Barrierefreiheit in der Stadt. Mit dem Fokus auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder und der Gemeinschaft wird der neue Spielplatz nicht nur ein Ort zum Spielen, sondern auch ein Raum, der die Interaktion und das Verständnis zwischen Kindern mit und ohne Behinderungen fördert.

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Für weitere Informationen zu inklusiven Spielplätzen in Deutschland können Sie die Webseite des Forschungsinstituts für Inklusion durch Bewegung und Sport besuchen: FIBS und die Aktion Mensch: Aktion Mensch.