Neubau der Grundschule in Köpenick: Künstler gestalten Zukunft!
Am 26. Oktober 2025 wurde der Kunst-am-Bau-Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung der neuen dreizügigen Grundschule am Stellingdamm/Hirtestraße 10 in Berlin-Köpenick vorgestellt. Dieser Wettbewerb ist Teil der Berliner Schulbauoffensive, die als Initiative zur Verbesserung der Bildungsinfrastruktur seit 2017 umgesetzt wird. Ausgelobt wurde der Wettbewerb vom Bezirksamt Treptow-Köpenick.
Insgesamt wurden zwölf Künstlerinnen und Künstler eingeladen, künstlerische Entwürfe für den Neubau, die dazugehörige Sporthalle sowie die Außenanlagen zu entwickeln. Die Jury tagte am 22. Mai 2025 und empfahl einstimmig zwei Entwürfe zur Realisierung. Das Konzept „rohrrohrrohr“ von Nándor Angstenberger, das die historische Bedeutung des Standorts als ehemaliges Gaswerk aufgreift, und der Entwurf „Formen, die Konzepte bewahren“ von Patricia Sandonis überzeugten die Jury besonders.
Kunst in der Berliner Schulbauoffensive
Der Wettbewerb in Köpenick ist nicht das einzige Kunstprojekt der Berliner Schulbauoffensive. Ein weiterer zweiphasiger Kunst-am-Bau-Wettbewerb wird derzeit für den Neubau einer Grundschule in der Reinickendorfer Straße 60 (13347 Berlin) durchgeführt. Der Wettbewerb ist offen für alle professionell tätigen Künstlerinnen und Künstler mit Wohn- oder Arbeitssitz in Berlin und bietet ein Budget von bis zu 220.000 Euro für die künstlerische Gestaltung. Die ersten Einreichungsfristen für Ideenskizzen verliefen erfolgreich, und bis zu zehn ausgewählte Teilnehmer werden in der zweiten Phase dazu aufgefordert, detaillierte Entwürfe auszuarbeiten. Weitere Informationen zu diesem Wettbewerb finden sich auf der Seite von Wettbewerbe Aktuell.
Der Wettbewerb für die Grundschule in der Reinickendorfer Straße zielt ebenfalls darauf ab, die wachsende Zahl an Schülern in Berlin adäquat zu versorgen und gleichzeitig Raum für künstlerische Ausdrucksformen zu schaffen. Teilnehmende müssen sich bis zu einem bestimmten Datum anmelden, und die erste Phase wird nicht honoriert. Die Wettbewerbsbedingungen stammen aus dem Leitfaden Kunst am Bau und richten sich nach den Vorgaben der RPW 2013.
Künstlerische Gestaltung für Schulen
Ähnliche Projekte finden auch in anderen Berliner Bezirken statt, wie zum Beispiel in Lichtenberg, wo ein Kunst-am-Bau-Wettbewerb für die Integrierte Sekundarschule Am Breiten Luch eröffnet wurde. Hier unterstützt die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH im Auftrag des Landes Berlin den Neubau. Kulturstadträtin Dr. Catrin Gocksch betont die Relevanz künstlerischer Gestaltung im Schulbau, um das Lernumfeld für die Schüler zu verbessern. Die Anmeldung für diesen Wettbewerb ist bis zum 8. Dezember 2023 möglich. Entsprechende Informationen sind auf der Webseite des Bezirksamts Lichtenberg verfügbar.
Die Initiativen zur Förderung künstlerischer Projekte in Schulen sind ein entscheidender Bestandteil der Bemühungen, die Bildungseinrichtungen in Berlin nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch ansprechend zu gestalten. Der Dialog zwischen Kunst und Bildung bleibt damit ein zentrales Thema in der Stadtentwicklung.
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