Heute ist der 5.05.2026 und das Wetter in Berlin-Mitte ist, naja, typisch wechselhaft. Irgendwie kommt es mir vor, als ob die Stadt selbst die Tragödie, die hier kürzlich geschah, widerspiegelt. Eine 59-jährige E-Scooter-Fahrerin hat ihren letzten Atemzug gemacht, zwei Tage nach einem tragischen Unfall, der sich am Samstag in der Schützenstraße ereignete. Es ist schon verrückt, wie schnell das Leben seinen Lauf ändern kann, nicht wahr?
Der Vorfall, so die Polizei, geschah in Richtung Friedrichstraße. Es wird vermutet, dass die Frau durch eigenes Verschulden mit einem Auto kollidierte. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit, und schon hat man die Kontrolle verloren. Sie verlor das Bewusstsein, wurde ins Krankenhaus gebracht – mit Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma. Am Sonntag hieß es noch, dass keine Lebensgefahr bestehe. Doch die Hoffnung hielt nicht lange an. Am Dienstag kam die traurige Nachricht: Die Frau ist gestorben.
Die steigenden Zahlen
Das ist nicht der einzige Vorfall, der uns zum Nachdenken anregen sollte. Die Zahl der E-Scooter-Unfälle steigt – und zwar rasant. Im Jahr 2024 registrierte die Polizei in Deutschland knapp 12.000 Unfälle mit E-Scootern, das sind satte 27 % mehr als im Jahr 2023. Und die Tragödien reihen sich aneinander: 27 Menschen verloren ihr Leben bei solchen Unfällen, und alle waren selbst auf einem Roller unterwegs. Im Jahr zuvor waren es 22 Todesopfer. Das lässt einen schon nachdenklich zurück.
Besonders alarmierend ist, dass rund 1.500 Menschen im Jahr 2024 schwer verletzt wurden. Dazu kommen etwa 11.400, die leichte Verletzungen davontrugen. Man fragt sich, wie lange wir das noch hinnehmen können. E-Scooter-Unfälle machen immerhin 4 % der gesamten Verkehrsunfälle mit Personenschaden aus. Ein klitzekleiner Prozentsatz, aber die Folgen sind verheerend.
Ein Blick auf die Altersstruktur
Wer sind die Verunglückten? Fast 50 % der E-Scooter-Fahrer, die verunglückten, waren jünger als 25 Jahre. 82 % waren unter 45 Jahren. Das lässt einen schon etwas schlucken, oder? Nur rund 3 % der verunglückten Fahrer waren 65 Jahre oder älter. Irgendwie zeigt das, dass die junge Generation hier besonders in der Schusslinie steht.
Die häufigsten Unfallursachen sind ebenfalls alarmierend. Falsche Benutzung von Fahrbahnen oder Gehwegen – das macht 21 % der Unfälle aus. Und es gibt auch die, die unter Alkoholeinfluss fahren. In 12 % der Fälle ist das der Grund für einen Unfall. Über 50 % der E-Scooter-Unfälle sind Zusammenstöße mit anderen Verkehrsteilnehmern, meist Autos. Da fragt man sich: wie viel Verantwortung übernehmen wir wirklich? Immerhin starben 7 E-Scooter-Fahrer bei solchen Zusammenstößen, oft war der Autofahrer schuld.
Eine Stadt im Wandel
Die Zunahme der E-Scooter auf den Straßen ist unübersehbar. 2023 gab es fast 30 % mehr E-Scooter als im Jahr davor, und private Scooter sind um 37 % gestiegen. Mit mehr Rollern, mehr Fahrern – und scheinbar weniger Sicherheit. Das ist ein Teufelskreis. Die Unfälle häufen sich, und doch scheint die Begeisterung für die elektrischen Flitzer ungebrochen. Irgendwie paradox, oder?
In einer Stadt wie Berlin, wo das Leben pulsiert und die Straßen nie wirklich zur Ruhe kommen, sollten wir uns vielleicht öfter fragen, wie wir sicher unterwegs sein können. Die Trauer um die verstorbene E-Scooter-Fahrerin ist ein trauriger Weckruf für uns alle. Manchmal braucht es nicht viel, um das eigene Leben oder das anderer zu gefährden. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann verheerende Folgen haben.