In der pulsierenden Friedrichstraße, im Herzen von Berlin-Mitte, entsteht bald ein neuer kulinarischer Hotspot: das vietnamesische Fusion-Restaurant „Umami“. Geplant für die Eröffnung im Jahr 2025, reiht sich dieses Restaurant in ein beeindruckendes Imperium aus insgesamt sechs Standorten ein. Der Gründer Tuyen Pham, der seit seiner Kindheit von einem Leben in Berlin träumte, hat mit „Umami“ eine Vision verwirklicht, die weit über den Tellerrand hinausgeht.
Tuyen, der in einem armen Dorf in Vietnam aufwuchs und als Jugendlicher nach Deutschland kam, hat einen langen Weg hinter sich. Mit 13 Jahren verließ er seine Heimat und landete zunächst in einem Kinderheim bei Chemnitz, wo er oft weinte und sich unwohl fühlte. Nach einer abenteuerlichen Flucht nach Berlin, wo er in einem Wohnheim in Neukölln lebte, fand er Unterstützung in der vietnamesischsprachigen katholischen Gemeinde St. Aloysius in Wedding. Diese Gemeinschaft half ihm, eine Wohnung in Kreuzberg zu finden und eine Schule zu besuchen. So entwickelte sich aus der Not eine große Leidenschaft: die Küche.
Die kulinarische Reise
Im Jahr 2014 eröffnete Tuyen das erste „Umami“ in Prenzlauer Berg, und die Reise nahm ihren Lauf. Das Restaurant kombiniert traditionelle Aromen Indochinas mit modernen europäischen Einflüssen und hat sich schnell zu einem Ort des Zusammenhalts und der Gemeinschaft entwickelt. Die Inneneinrichtung, liebevoll mit handverlesenen Dekorationen aus den 50er Jahren Indochinas gestaltet, spiegelt die familiäre Bindung zwischen Tuyen, seinen Geschwistern und den Mitarbeitern wider. Es ist nicht nur ein Restaurant, sondern ein echtes Zuhause für viele.
Die Speisekarte ist ein wahres Fest für die Sinne. Beliebte Gerichte wie die „Golden Poularde“ und die traditionelle Pho Bo ziehen Gäste aus ganz Deutschland und darüber hinaus an. „Umami“ bietet nicht nur eine kulinarische Erfahrung, sondern auch ein Gemeinschaftserlebnis. Wartezeiten von bis zu einer Stunde sind keine Seltenheit, was die Beliebtheit des Lokals unterstreicht. Die Gerichte, wie die hausgemachte vietnamesische Pho oder die Jakobsmuscheln mit asiatischen Gewürzen, sind zum Teil so begehrt, dass sie wahre Klassiker geworden sind.
Soziale Verantwortung und Auszeichnungen
Die Restaurants von „Umami“ engagieren sich auch sozial. Partnerschaften mit der Berliner Tafel und der Arche sowie Unterstützung für Waisenhäuser in Vietnam zeigen, dass Tuyen Pham nicht nur an seinem eigenen Erfolg interessiert ist. 2022 wurde „Umami“ mit dem Berliner Gastro-Award als bestes Fusion-Restaurant ausgezeichnet – ein weiterer Meilenstein in der beeindruckenden Geschichte des Unternehmens.
Die vietnamesische Community in Berlin, die mittlerweile über 46.000 Menschen umfasst und die größte südostasiatische Gruppe der Stadt bildet, genießt das Angebot von „Umami“ in vollen Zügen. Besonders in Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf ist die Konzentration der vietnamesischen Bevölkerung hoch, und das Dong-Xuan-Center in Lichtenberg ist ein beliebter Anlaufpunkt, der die Vielfalt der vietnamesischen Kultur widerspiegelt.
Die Geschichte von Tuyen Pham und seinen Restaurants ist nicht nur eine Erfolgsgeschichte, sondern auch ein Symbol für Integration und Gemeinschaft. Jeder Bissen in „Umami“ erzählt von einem langen Weg und einer großen Leidenschaft – und wir können uns sicher sein, dass die Eröffnung des neuen Standorts in der Friedrichstraße ein weiteres Kapitel in dieser beeindruckenden Geschichte aufschlagen wird.