In Berlin-Mitte tut sich was! Die Vorbereitungen für ein neues Bezirksrathaus sind in vollem Gange. Auf dem Gelände an der Otto-Braun-Straße wird fleißig an der Tiefenenttrümmerung gearbeitet. Man könnte fast meinen, die Stadt möchte mit frischem Wind durchstarten. Das Ziel? Die alte Bebauung im Untergrund loszuwerden, um Platz für die Baugrube zu schaffen. Allerdings müssen wir uns noch etwas gedulden – ein Termin für die offizielle Grundsteinlegung steht noch nicht fest, denn das Projekt steckt noch in der Planungsphase.

Der Siegerentwurf stammt vom Dresdner Architekturbüro Atelier Schmelzer Weber, und das Ergebnis verspricht einiges: Ein rund 70 Meter hohes Gebäude soll entstehen, das gleich mehrere Verwaltungsstandorte ersetzen wird. Momentan ist die Verwaltung auf verschiedenen gemieteten Standorten untergebracht – darunter das Rathaus an der Karl-Marx-Allee und weitere in der Parochialstraße sowie am Kapweg in Wedding. Das kostet nicht wenig: Jährlich fallen mehr als 6,8 Millionen Euro für Kaltmiete und Betriebskosten an. Es wird also höchste Zeit für den Neubau, dessen Gesamtkosten auf rund 225 Millionen Euro geschätzt werden.

Ein neues Zuhause für die Verwaltung

Von den geschätzten 225 Millionen Euro entfallen etwa 114 Millionen Euro auf Hochbau und technische Anlagen. Weitere Mittel sind für die Grundstücks- und Erschließungskosten sowie für die Planung und Ausstattung vorgesehen. Die Fertigstellung des neuen Rathauses wird zwischen 2032 und 2034 erwartet, und etwa 850 Beschäftigte sollen dort ihren Platz finden. Das klingt nach einer kleinen Stadt in der Stadt! Die öffentlichen Bereiche im Erdgeschoss sind besonders spannend: Neben einem Bürgeramt wird es eine Kantine, Dienstleistungen und sogar einen öffentlich zugänglichen „Stadtbalkon“ geben – und ein Café im Dachbereich, das lädt zum Verweilen ein.

Ein echter Hingucker wird die Fassade aus Beton und Glas mit einer markanten Dachgestaltung sein. Die Pläne sollen ab dem 8. Juli in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert werden. Vielleicht finden sich ja auch einige Nachbarn, die sich für das Bauprojekt interessieren? Denn das neue Rathaus wird sicher nicht nur die Verwaltung bereichern, sondern auch das Stadtbild von Berlin-Mitte aufwerten.

Erweiterungen im Regierungsviertel

Doch nicht nur im Bezirk Mitte wird gebaut. Auch im Regierungsviertel gibt es spannende Entwicklungen. Das Bundeskanzleramt plant einen Erweiterungsbau. Die Projektleitung liegt beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR). Der Neubau wird notwendig, um den neuen Herausforderungen wie Energiewende, Digitalisierung und sogar Cyberkriminalität gerecht zu werden. Die Mitarbeiter sind derzeit auf verschiedene Standorte in Berlin verteilt, und das soll sich ändern. Die Idee ist, alle Arbeitseinheiten an einem zentralen Standort zusammenzuführen – und dieser Standort wird im Kanzlerpark jenseits der Spree entstehen.

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Der Erweiterungsbau wird als sechsgeschossiges Bürogebäude konzipiert, das Platz für 400 Beschäftigte bietet. Auch hier wird ein hoher Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Geplant sind regenerative Energien, Photovoltaikanlagen und Gründächer. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei etwa 637 Millionen Euro, und die Bauzeit wird voraussichtlich vier bis fünf Jahre in Anspruch nehmen. Die meisten Ausschreibungs- und Vergabeverfahren sind bereits abgeschlossen, was auf eine zügige Umsetzung hoffen lässt.

Das Ganze hat einen klaren Fokus auf Sicherheit, Barrierefreiheit und eine ansprechende Gestaltung – nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für die Öffentlichkeit. So wird der neue Erweiterungsbau nicht nur ein Ort der Arbeit, sondern auch ein Teil des urbanen Lebens in Berlin. Wer weiß, vielleicht wird das neue Rathaus in Mitte bald ein beliebter Treffpunkt für Bürger und Bürgerinnen, während das Bundeskanzleramt den westlichen Abschluss des „Bandes des Bundes“ bilden wird. Berlin bleibt spannend!

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