Mauern aus Sand: Ein bewegendes Liebesdrama beim Queerfilmfestival 2025
Am heutigen 2. September 2025 beginnt in Berlin das diesjährige Queerfilmfestival, das viele spannende Beiträge aus der internationalen Filmszene präsentiert. Unter den 18 gezeigten Filmen sticht „Mauern aus Sand“ von der Regisseurin Čejen Černić Čanak besonders hervor. Der Film erzählt die Geschichte von Marko und Slaven, die im kroatischen Dorf von Berlin träumen und in einem imaginären Auto unterwegs sind, das für andere unsichtbar bleibt.
Slaven, der nach Kroatien zurückgekehrt ist, lenkt das Auto mit Freude, während Marko starke Gefühle für ihn hegt. Die Ungewissheit über ihre gemeinsame Zukunft, ob in Berlin oder nur in ihren Gedanken, durchzieht die Erzählung. Solche tiefen emotionalen Themen sind typisch für die Werke von Černić Čanak, die mit diesem Film ihre zweite Spielfilmproduktion nach „Das Geheimnis des grünen Hügels“ aus 2017 präsentiert.
Kreative Hintergründe
Čejen Černić Čanak wurde 1982 in Osijek, Kroatien, geboren und hat an der Academy of Dramatic Arts in Zagreb Film- und Fernsehregie studiert. Ihr erster Spielfilm, „Das Geheimnis des grünen Hügels“, wurde 2017 für beste Nachwuchsregie beim Filmfestival in Pula ausgezeichnet und nahm an über 25 internationalen Filmfestivals teil. Ihre Filmographie umfasst mehrere Kurzfilme, darunter „The Girl Who Loved Fairy-Tales“ und „Zeko“, die ebenfalls auf dem Festival gezeigt wurden.
Neben Černić Čanak wird das Festival auch mit verschiedenen anderen Filmen aufwarten. „Autobiografische Farce“ von Rosa von Praunheim ist ein weiteres Highlight. In dieser Parodie behandelt der Film Themen wie Tod, Sexleben und Wiedergeburt, während Armin Dallapiccola das Alter Ego von Rosa von Praunheim spielt. Die skurrilen Handlungselemente, die unter anderem lebendig werdende Stoffaffen und eine entsetzte Mutter umfassen, zeigen die Vielfalt und den Humor, der den Arbeiten von von Praunheim innewohnt.
Ein aufregendes Filmjahr
Das Queerfilmfestival 2025 ist somit nicht nur ein Schaufenster für bedeutende Filme wie „Mauern aus Sand“, sondern auch ein Ort, an dem Zuschauer:innen die Möglichkeit haben, vielfältige und innovative Erzählungen zu erfahren. Insgesamt sind 150 Filme zu sehen, die aus den Themen der Identität, der Liebe und des Suchens nach einem Platz in der Welt schöpfen.
Das Festival ist ein Treffpunkt für Liebhaber:innen des Films und engagierte Diskussionen, die die gesellschaftlichen Themen sowohl im Kino als auch im Alltag reflektieren. Für alle Interessierten ist das Programm auf der offiziellen Website des Festivals hier einsehbar.
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