In Marzahn-Hellersdorf tut sich was! Auf dem Weg in eine neue Wohnlandschaft haben die Bauarbeiten in vollem Gange und es entstehen derzeit über 2.800 neue Wohnungen. Die Zahl klingt beeindruckend, und das ist sie auch. Zehn Projekte und Bauabschnitte sind in der Mache – einige der neuen Wohnanlagen werden sogar Hochhäuser umfassen. Hier wird nicht nur gewohnte Wohnkultur neu interpretiert, sondern auch ein ganz neues Lebensgefühl geschaffen.

Ein Highlight ist das Bauvorhaben „Konnekt“ im Georg-Knorr-Park. Auf einem ehemaligen Industrieareal, wo einst die Knorr-Bremse-Werke ihren Platz hatten, werden insgesamt rund 1.600 Wohnungen entstehen. Der erste Bauabschnitt mit 270 Wohnungen soll im Oktober 2025 beginnen, mit einer geplanten Fertigstellung bis Ende 2029. Und das Beste? Mindestens die Hälfte der Wohnungen wird mietpreis- und belegungsgebunden sein. Hier wird also an alle gedacht! Die HOWOGE, die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft, hat die Zügel in der Hand und plant langfristig auch Gewerbeflächen, eine Kita und soziale Infrastruktur. Es wird grün, es wird lebendig – und es wird ein Ort zum Wohlfühlen.

Wohnen mit Weitblick

Aber das ist nicht alles! Auch an der Allee der Kosmonauten und der Marzahner Chaussee wird fleißig gewerkelt. Hier entstehen 657 Mietwohnungen, viele davon mit Wohnberechtigungsschein – für Leute, die nicht einfach nur ein Dach über dem Kopf suchen, sondern ein Zuhause. Der Bau hat bereits 2022 begonnen und soll 2027 abgeschlossen sein. Es sind unterschiedlich große Wohnungen geplant, sodass für jeden etwas dabei ist. Sogar eine Kita und Gewerbeflächen sind in den Plänen verankert!

In der Jan-Petersen-Straße wird das alte Carrée Marzahn abgerissen und durch ein modernes Hochhaus ersetzt. Ziemlich schick, wenn ihr mich fragt! Hier sind 428 freifinanzierte Mietwohnungen vorgesehen, und die ersten Mieter könnten bereits Ende 2028 einziehen. Ganz im Sinne der Zeit: im Erdgeschoss sind Einzelhandelsflächen eingeplant, damit das Einkaufen nicht zur Hürde wird.

Barrierefreies Wohnen für alle

Ein weiterer spannender Aspekt sind die neuen barrierefreien Wohnungen am Teterower Ring. Hier entstehen 360 Einheiten für Menschen ab 55 Jahren. Das ist ein wichtiger Schritt, um den Bedürfnissen einer älter werdenden Gesellschaft gerecht zu werden. Die ersten Wohnungen sollen bereits 2026 bezugsfertig sein. Und das ist nicht einfach nur ein Bau, das ist eine Einladung zum Mitgestalten des Lebens im Alter.

Und wer denkt, dass es hier nur um Beton und Stahl geht, der irrt sich gewaltig. In der Wuhlestraße wird der historische Charme bewahrt. Ein altes Wandrelief, das an den „Brandenburgischen Volkstanz“ erinnert, bleibt erhalten. Das ist doch eine schöne Verbindung von Neu und Alt! Die neuen Wohnungen werden zudem gefördert, sodass auch hier der soziale Aspekt nicht zu kurz kommt.

Ein Bezirk im Wandel

Marzahn-Hellersdorf ist im Aufbruch. Der Bezirk gewinnt als Wohn- und Arbeitsstandort immer mehr an Beliebtheit. Von den Einfamilienhausgebieten in Biesdorf bis hin zu den großen Wohnsiedlungen – die Nachfrage nach Wohnraum steigt stetig. Es gibt zahlreiche Bildungs- und Infrastruktureinrichtungen sowie eine gute Anbindung an die Innenstadt. Das „Wohnungsmarktentwicklungskonzept“, das gemeinsam mit der Senatsverwaltung erarbeitet wurde, zeigt die Potenziale des Bezirks auf und gibt einen Ausblick auf die Herausforderungen, die mit dem Wachstum einhergehen.

Während also in Marzahn-Hellersdorf die Baukräne in der Luft stehen und die ersten Wände hochgezogen werden, bleibt abzuwarten, wie sich die soziale Infrastruktur entwickeln wird. Schulen, Arztpraxen und der öffentliche Nahverkehr müssen mit dem Zuzug der neuen Bewohner Schritt halten. Es wird spannend sein zu sehen, wie diese neuen Quartiere ihre eigene Identität entwickeln und den Menschen ein Zuhause bieten.