Die Berliner U-Bahn hat ein neues Gesicht! Seit April 2023 rollen testweise die neuen Fahrzeuge der Baureihe J auf der U5, und es gibt viel zu erzählen. Die ersten offiziellen Einsätze sind zwischen Hönow und Hauptbahnhof zu beobachten. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat die neuen Bahnen bereits gelobt – und das ist kein Wunder, denn sie bringen frischen Wind in den oft überfüllten Alltag der Berliner. Aber, und das ist der Haken, weniger Sitzplätze gibt’s obendrauf! Die neuen Züge bieten zwar ein Gefühl der Weite, jedoch müssen Fahrgäste auf insgesamt 148 Sitzplätze verzichten, die auf die Sechs-Wagen-Züge verteilt sind.

Um genau zu sein, hat der Vier-Wagen-Verband 110 Plätze, während die Zwei-Wagen-Einheit nur 38 Plätze bietet. Im Vergleich zur älteren Baureihe H, die 208 Plätze hat und durchgängig begehbar ist, könnte das für viele Pendler eine schmerzhafte Umstellung sein. Aber hey, die neue Sitzpolsterung – seit Jahrzehnten nicht gesehen! Diese ist ein echter Pluspunkt. Sie sorgt für mehr Komfort, denn zwischen Bezug und Kunststoffschale befindet sich nun Schaumstoff. Das sind doch mal Fortschritte!

Ein Blick auf die Produktion und den Zeitplan

Produziert werden die U-Bahnen in Pankow bei Stadler, und das ist auch ein kleines Erfolgskapitel. Der Vertrag mit Stadler wurde bereits vor sieben Jahren abgeschlossen, aber wie das oft so ist, gab es einige Verzögerungen. Ein Rechtsstreit von Alstom und die Corona-Pandemie haben die Auslieferung auf Herbst 2023 hinausgezögert. Bis Ende 2025 sollen insgesamt 344 Großprofilwagen bestellt sein, darunter 52 Zwei-Wagen-Züge und 33 Vier-Wagen-Züge. Da kann man sich schon mal auf die nächsten Jahre freuen!

Die neue Generation bringt nicht nur frische Züge, sondern auch technische Raffinessen mit sich. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h und einer Traktionsleistung von 100 kW pro Fahrmotor, sind die neuen Bahnen echte Kraftpakete. Übrigens, die nächste Linie, die mit diesen neuen Fahrzeugen ausgestattet werden soll, ist die U9. Da können wir uns auf spannende Zeiten freuen! Und die BVG beobachtet die Kapazität der neuen Züge – schließlich ist die U5 bekannt für ihre Überfüllung.

Ein umfassendes Projekt für die Zukunft

Die BVG und der Berliner Senat haben sich nicht nur der Neubeschaffung gewidmet. Besonders die Infrastruktur der U-Bahn bedarf dringend einer Erneuerung. Vereinbarungen zur Instandsetzung wurden im Verkehrsvertrag zwischen dem Land Berlin und der BVG getroffen. Das große Ziel: Barrierefreiheit für alle Bevölkerungsgruppen. Ein Programm zur Verbesserung der Haltestellen und Bahnhöfe ist bereits im Nahverkehrsplan verankert. Das klingt doch nach einem Schritt in die richtige Richtung!

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Die Zahl der Arbeitsplätze bei Stadler in Pankow hat sich seit 2001 von 197 auf rund 2000 erhöht. Das zeigt, dass sich nicht nur die U-Bahn, sondern auch die Wirtschaft in Berlin weiterentwickelt. Die Stadt ist im Umbruch – und das merkt man nicht nur an den neuen U-Bahnen, sondern auch an der Aufwertung des gesamten Nahverkehrs. Es bleibt spannend, wie sich die U-Bahn in den kommenden Jahren entwickeln wird, während wir uns auf die ersten Fahrten mit den neuen Zügen freuen.