Wurzeln der Vergangenheit, Räume der Zukunft: Die Kultschule Lichtenberg im Wandel
Heute ist der 3.07.2026 und wir blicken auf ein spannendes Projekt in Lichtenberg, das die Geschichte und die Zukunft miteinander verbindet. An der Sewanstraße 43 steht ein beeindruckendes Wandbild, das Raketen zeigt – ein Überbleibsel aus der Zeit, als Ost-Berlin den Weltraum thematisierte. Man könnte sagen, es ist ein Fenster in die Vergangenheit, das bald von einem neuen Kapitel überlagert wird. Für 15,6 Millionen Euro wird das alte Schulgebäude renoviert, aber nicht für Kosmonauten, sondern für die lokale Gemeinschaft. Hier wird Geschichte lebendig gehalten, während gleichzeitig ein Raum für das Jetzt und Morgen geschaffen wird.
Die Kultschule, die zwischen 1962 und 1964 im Hans-Loch-Viertel erbaut wurde, war einst eine Polytechnische Oberschule, die 1996 aufgrund sinkender Schülerzahlen schließen musste. Heute, nach vielen Jahren der Wandlung, wird das Gebäude nun von einer Kita, einem Kinderchor, einem Jugendclub und anderen sozialen Angeboten genutzt. Es ist fast so, als ob der Geist der Schule nie ganz verschwunden ist. Ab Juli 2026 wird die Renovierung der Bauteile B und C beginnen, mit einer geplanten Fläche von rund 1.550 Quadratmetern. Ein schöner Gedanke, dass das Gebäude, das einst 15.000 Bewohner in einem der ersten großen Neubaugebiete der DDR beherbergte, erneut zum Leben erweckt wird.
Die nächste Bauphase
Die Baukosten für die Bauteile B und C belaufen sich auf etwa 6,4 Millionen Euro, laut dem Bezirksamt. Die Schule selbst hat eine interessante Geschichte, die in den Kontext des typischen Schulbaus in der DDR passt. Der Typenschulbau, der zwischen 1955 und 1990 entstand, umfasste rund 2.500 Schulen. Viele dieser Gebäude wurden in Plattenbauweise errichtet, was nicht nur für ihre Funktionalität, sondern auch für ihren Charakter sorgte. Das Gebäude an der Sewanstraße ist ein Teil dieser Geschichte und wird auf moderne Standards gebracht, während es gleichzeitig seine Wurzeln bewahrt.
Die erste Bauphase, Bauteil A, wurde bereits für 6,9 Millionen Euro saniert und das Beste daran: Die Kita konnte während der gesamten Bauzeit geöffnet bleiben. Ein echter Gewinn für die Gemeinschaft! Die geplanten Außenanlagen werden einladend gestaltet, mit einem Vorplatz, einem Café, einer Terrasse und sogar einer Bühne für Veranstaltungen. Hier wird ein Ort des Zusammenkommens geschaffen, der Raum für Begegnungen und Aktivitäten bietet. Wer hätte gedacht, dass aus einem ehemaligen Schulgebäude solch ein lebendiger Kieztreffpunkt entstehen kann?
Ein Ort der Erneuerung
Die Renovierung umfasst nicht nur energetische Sanierungsmaßnahmen und die Schaffung von Barrierefreiheit, sondern auch die Einführung neuer Gebäudetechnik. Diese Modernisierungen sind essenziell, denn viele Schulgebäude der damaligen Zeit hatten einen hohen Heizenergiebedarf aufgrund mangelhafter Wärmedämmung. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist für Ende 2028 oder Anfang 2029 vorgesehen. Ein langer Weg, aber einer, der sich lohnen wird!
Die Arbeiten an den Freianlagen sollen bis zum 7. Juli 2026 abgeschlossen sein, mit einem Budget von rund 2,3 Millionen Euro. Der Bund steuert 2,5 Millionen Euro zu den Kosten bei, was zeigt, dass die Bedeutung solcher Projekte auch über die lokalen Grenzen hinaus anerkannt wird. Vom ersten Abschnitt der Freianlagen bis hin zur kompletten Renovierung – alles ist darauf ausgelegt, die Bedürfnisse der heutigen Gemeinschaft zu erfüllen, ohne die Geschichte des Ortes zu vergessen.
Die Schule hat in ihrer Geschichte drei verschiedene Nutzungsphasen durchlebt: von der DDR-Oberschule über einen Übergangsort bis hin zum Kieztreffpunkt, den sie heute darstellt. Mit dieser Renovierung wird sie in eine neue Phase eintreten, während sie gleichzeitig ihre Wurzeln nicht vergisst. Es bleibt spannend, was die Zukunft für diese einmalige Schule bereithält!
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