In Lichtenberg tut sich was! Seit vier Jahren wird gegenüber dem gelb-blauen Möbelhaus an einem neuen Wohngebäude gewerkelt, und die Fortschritte sind wirklich beeindruckend. Ein ganzes Quartier mit 1548 neuen Wohnungen entsteht hier – die meisten davon mit gedeckelten Mieten, was für viele eine echte Erleichterung sein dürfte. Gewobag, die Wohnungsbaugesellschaft, hat kürzlich ein „Stapelfest“ gefeiert, um den Baufortschritt zu würdigen. Und wer hätte es gedacht? Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) ließ sich das Spektakel nicht entgehen.
Das Stapelfest ist eine Art Pendant zum Richtfest, speziell für die modularen Bauweisen, die hier zum Einsatz kommen. Die 27-Quadratmeter-Module, die in einer Fabrik in Fürstenwalde gefertigt wurden, sind in einem beeindruckenden Takt von 30 Minuten mit Tiefladern nach Lichtenberg transportiert und mit einem Kran liebevoll auf Stahlrahmen gestapelt worden. Ein wahrhaft industrielles Ballett! Auch Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) schwärmt von dieser seriellen Bauweise, die sie als „Treiber einer neuen Bauindustrie“ bezeichnet.
Ein Blick auf die Zahlen
Aber nicht alles verlief nach Plan. Im Untergrund gab es einige Überraschungen – alte Kampfmittel und Asbestfugen sorgten für Bauverzögerungen. Dennoch, am Montag wurde das letzte von insgesamt 3000 Modulen aufgesetzt. Die Zahlen sprechen für sich: 1316 der 1548 Wohnungen sind mietpreis- und belegungsgebunden, was bedeutet, dass die Kaltmieten zwischen 7 und 11,50 Euro pro Quadratmeter liegen. Das ist in einer Stadt wie Berlin wirklich bemerkenswert! Die ersten Mieter sollen bereits ab August einziehen können.
Das neue Quartier wird nicht nur Wohnraum bieten. Es umfasst auch eine Kita, Geschäfte, Gastronomie, und sogar Grünflächen für alle, die mal durchatmen möchten. Eine öffentliche Parkanlage von etwa 6900 Quadratmetern mit Spiel- und Aufenthaltsbereichen ist ebenfalls geplant. Das alles wird nach hohen energetischen Standards errichtet – die Dächer werden begrünt oder sogar mit Photovoltaik ausgestattet. Das klingt doch nach einem kleinen Paradies mitten in der Stadt!
Ein Schritt in die Zukunft
Und das ist noch nicht alles. Der GdW, der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft, hat eine neue Rahmenvereinbarung 2.0 für serielles und modulares Bauen ins Leben gerufen. Diese soll dabei helfen, noch mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Mit Unterstützung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie wurden insgesamt 25 innovative Wohnungsbaukonzepte ausgewählt. Die Konzepte wurden sorgfältig von einer Jury bewertet, die auch das Bundesbauministerium einbezog.
Hierbei werden nicht nur ökonomische Kriterien berücksichtigt, sondern auch städtebauliche und ökologische Aspekte bekommen mehr Gewicht. So kann man sagen, dass die Zukunft des Bauens nicht nur schneller, sondern auch nachhaltiger gestaltet wird. Ein weiteres Highlight: Rund die Hälfte der Angebote liegt unter dem Medianwert von 3.200 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Das könnte dazu beitragen, die Preise stabil zu halten, was für viele Berliner ein Lichtblick ist.
Insgesamt entstehen hier nicht nur Wohnungen, sondern ein neues Lebensgefühl – ein kleiner Mikrokosmos, in dem Menschen zusammenkommen können. Gewobag plant zudem bereits ein weiteres Wohnungsbauprojekt in der Nähe, was die Hoffnung auf noch mehr lebenswerten Raum in der Hauptstadt weckt. Wer weiß, vielleicht ist Lichtenberg bald der neue Geheimtipp für alle, die in Berlin wohnen wollen!