In einem Stadtteil, der lange Zeit im Schatten der Metropole Berlin stand, tut sich etwas. Das Verwaltungsgebäude am Zum Hechtgraben 1 in Neu-Hohenschönhausen, seit sieben Jahren ungenutzt und verfallen, wird bald wieder Leben einhauchen. Der Anblick ist traurig – zersprungene Fensterscheiben, verrammelte Eingänge und ein Bauzaun, der wie ein unüberwindliches Hindernis wirkt. Doch die Pläne, die nun konkretisiert wurden, bringen Hoffnung. Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) hat das Gebäude an die Howoge übertragen, und damit gibt es eine klare Vision: Hier soll Wohnraum entstehen, der dringend benötigt wird.

Die ersten bauvorbereitenden Maßnahmen sind für Oktober 2026 anberaumt. Der Bauantrag, der im Januar eingereicht wurde, sieht eine Umwandlung der ehemaligen Büroflächen in 91 Wohnungen vor. Diese sollen in Größen von 2 bis 5 Zimmern variieren. Besonders erfreulich ist, dass 46 der Wohnungen mietpreis- und belegungsgebunden sein werden. Ein kleiner Lichtblick in Zeiten, in denen Wohnraum in Berlin rar ist! Zudem sind zwei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss geplant – mit insgesamt rund 600 Quadratmetern, die an soziale Träger vermietet werden sollen. Ein Schritt in die richtige Richtung, den die Anwohner dennoch mit gemischten Gefühlen verfolgen. Immerhin, eine Informationsveranstaltung ist nicht angedacht. Kommt da vielleicht noch etwas? Fragen über Fragen.

Neues Leben am Standort Wiecker Straße

Aber das ist noch längst nicht alles. Ein weiteres Neubauprojekt in der Wiecker Straße, ebenfalls in Neu-Hohenschönhausen, verspricht, das Stadtbild weiter zu beleben. Hier entsteht ein elfgeschossiges Wohngebäude, das nicht nur 91 Wohnungen umfasst, sondern auch zwei Gewerbeeinheiten und eine Kindertagespflege mit zehn Plätzen. Ein großes Areal von ca. 9.000 Quadratmetern wird somit mit neuem Leben gefüllt. Die Fertigstellung ist für Ende 2025 geplant – was natürlich optimistisch klingt, aber in Berlin auch nicht unüblich ist. Die Wohnungen sind ein Mix aus Ein- bis Fünfzimmerwohnungen und fast die Hälfte davon wird barrierefrei sein. Zudem sind sie alle mit Balkon oder Terrasse ausgestattet – einladend, oder? Und natürlich wird auch auf Nachhaltigkeit geachtet: Regenwasserversickerung, begrünte Dächer und Photovoltaikanlagen sind Teil des Plans.

Die Außenanlagen werden mit einem Nachbarschaftsgarten gestaltet, der nicht nur zum Verweilen einlädt, sondern auch einen Spiel- und Bewegungsplatz für alle Altersgruppen bieten wird. Ein zentraler Treffpunkt unter einem Bestandsbaum soll zum Verweilen und Miteinander anregen. Das klingt nach einem Ort, an dem man gerne Zeit verbringt und die Nachbarn näher kennenlernen kann. Bei all den Veränderungen in der Umgebung fragt man sich natürlich, wie die langfristige Stadtentwicklung aussieht und welche Rolle diese neuen Projekte spielen werden.

Ein Blick auf die Stadtentwicklung

Die nationale Stadtentwicklungspolitik, eine Initiative des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, hat genau solche Projekte im Blick. Ziel ist es, Städte und Gemeinden lebenswert zu halten und den Austausch zwischen den Beteiligten zu fördern. Es geht um aktuelle städtebauliche Trends und die Schaffung von Lebensräumen, die den Bedürfnissen der heutigen Gesellschaft gerecht werden. Da ist es nur konsequent, dass Berlin, als pulsierende Metropole, mit der Schaffung neuen Wohnraums und der Integration von sozialen Einrichtungen auf diese Herausforderungen reagiert.

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Auf einen Blick ist klar: In Neu-Hohenschönhausen tut sich etwas, und es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Pläne entwickeln und ob sie den Erwartungen gerecht werden. Die Anwohner jedenfalls sind auf der Hut – und das ist auch gut so.

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