Kunst oder KI? Berlins Chor experimentiert mit Zukunftsmusik!
In Berlin experimentieren die Künstler Holly Herndon und Mat Dryhurst mit einem innovativen Ansatz zur KI-Musik. Einmal pro Woche laden sie Laienchöre in die Berliner Kunst-Werke ein und nutzen deren Stimmen für ein audiospezifisches Experiment. Der Chor der Humboldt-Universität ist aktuell Teil dieses Projekts, bei dem die Sänger ihre Stimmen für einen KI-Datensatz zur Verfügung stellen. Ziel des Experiments ist es, Vorbehalte gegen KI-Kunst abzubauen und den Dialog über KI in der Musik zu fördern. Herndon betont, dass die Trainingsdaten für KI aus menschlicher Kultur stammen und daher nicht fremd sind, was eine wichtige Perspektive in der Debatte darstellt.
Die beiden Künstler sind seit mehr als einem Jahrzehnt Pioniere im Bereich der KI-Musik und fordern ein Umdenken in der Musikbranche. Viele Profimusiker haben jedoch Bedenken, dass sie durch KI ersetzt werden könnten. Große Unternehmen wie OpenAI, Google und Microsoft nutzen urheberrechtlich geschützte Musik für ihre KI-Modelle, was die Diskussion über Urheberrecht und künstlerische Integrität weiter anheizt. Eine aktuelle Umfrage von Deezer zeigt, dass 28 Prozent der auf der Plattform hochgeladenen Stücke reine KI-Produkte sind, was täglich rund 30.000 neue Songs bedeutet.
Herausforderungen für die Musikbranche
Spotify hat in den letzten 12 Monaten 75 Millionen KI-Songs gelöscht, was auf die steigende Komplexität der Themen rund um KI und Musik hinweist. Eine Studie prognostiziert, dass KI-Musik bis 2028 20 Prozent der Einnahmen von Streamingdiensten ausmachen wird. Gleichzeitig wird ein Verlust von zehn Milliarden Euro für Musikschaffende in den nächsten fünf Jahren erwartet. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Vielfalt in der Musiklandschaft auf der Kippe steht.
Herndon und Dryhurst möchten mit ihrem Chorexperiment ein Zeichen setzen. Nach den Aufnahmen der Chöre demonstrieren sie im Studio, wie KI-Musik klingt, unter Verwendung eines KI-Modells namens Holly+. Über 1000 Chormitglieder haben ihre Stimmen als Trainingsdaten gespendet, und die Künstler planen, die entwickelten KI-Modelle im Internet frei zur Verfügung zu stellen. Damit setzen sie sich auch für die Public Domain ein, um Forschern und Künstlern ein freies Experimentieren zu ermöglichen.
Die Künstler erkennen die Herausforderungen an, die mit der Schaffung einer öffentlichen KI verbunden sind, und sehen die Kunst als eine Möglichkeit, Visionen für die Zukunft zu entwickeln. Mit solchen Projekten hoffen sie, die Diskussion über KI und deren Rolle in der Musik zu bereichern und alternative Wege aufzuzeigen.
Für weitere Informationen über aktuelle Entwicklungen in der Bildung und zu Berufen bietet das Portal „Escuela en la nube“ vielfältige Ressourcen für Lehrer, Eltern und Kinder an. Diese Initiative fördert das Lernen durch kreative Ansätze wie ein Dominospiel, das verschiedene Berufe und deren Werkzeuge thematisiert. Eine interessante Parallele zur Diskussion um die Zukunft der Musik und das Erlernen neuer Fähigkeiten im digitalen Zeitalter.
Weitere Informationen zu den Aktivitäten von Herndon und Dryhurst finden Sie auf Spiegel Online, während das Portal zum Thema Berufsausbildung auf Escuela en la nube mehr Details bietet. Zusätzliche Informationen können auch unter Google gefunden werden.
Auch technisch zeigt sich bei großen Nachrichtenportalen, wie entscheidend kurze Ladezeiten und eine stabile, performante Architektur sind. Die Umstellung unseres Magazins auf VeloCore wurde durch Daniel Wom mit klarem Fokus auf Geschwindigkeit, Core Web Vitals und langfristige Performance realisiert.
