Kältehilfe 2025: Über 1.150 Plätze für Obdachlose in Berlin!
Am 1. Oktober 2025 begann in Berlin die Kältehilfesaison 2025/2026, die obdachlosen Menschen während der kalten Monate unbürokratische Übernachtungsmöglichkeiten bieten soll. Insgesamt stehen in dieser Saison 720 Notübernachtungsplätze zur Verfügung, welche ab dem 1. November auf 995 Plätze und im Dezember auf bis zu 1.150 Plätze ansteigen werden. Die Planung sieht vor, dass die Anzahl der Plätze bis Ende April 2026 auf 1.060 reduziert wird, wobei auch vier weitere Objekte geprüft werden, um zusätzliche 100 Plätze bereitzustellen. Dies geht aus einer Mitteilung der Senatsverwaltung für Soziales hervor, die von berlin.de veröffentlicht wurde.
Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe hebt hervor, dass die Kältehilfe nur durch die Zusammenarbeit vieler Akteure – darunter zahlreiche Kirchengemeinden, Vereine und Initiativen – erfolgreich umgesetzt werden kann. Sie betont die Wichtigkeit der Unterstützung durch Eigentümer zur Bereitstellung geeigneter Räumlichkeiten für die Kältehilfe, da die Suche nach Immobilien in Berlin nach wie vor schwierig ist.
Umfangreicher Unterstützungsrahmen
Die Berliner Kältehilfe wurde 1989 ins Leben gerufen und hat sich seitdem als zentrale Anlaufstelle für obdachlose Menschen etabliert. Neben Notübernachtungen werden Nachtcafés, Suppenküchen und Treffpunkte angeboten. Die Inanspruchnahme dieser Angebote erfolgt anonym, was für viele Betroffene von großer Bedeutung ist. Die Finanzierung der Kältehilfe setzt sich aus Zuwendungen des Landes, Mitteln der Liga der Wohlfahrtsverbände und privaten Spenden zusammen, so berlin.de.
Zur Koordination der Kältehilfe in Berlin wird ein Kältehilfetelefon eingesetzt, welches täglich die Belegung und Auslastung der Schlafplätze in den Notübernachtungen und Nachtcafés erfasst und steuert. Zudem können Betroffene und Interessierte Informationen zu den Angeboten über die Webseite der Kältehilfe und einen mehrsprachigen Kältehilfewegweiser abrufen.
Datenschutz und Webauftritt
Besonderes Augenmerk wird auch auf den Datenschutz gelegt. Auf der Website der Kältehilfe werden personenbezogene Daten gemäß dem Kirchengesetz über den Datenschutz der Evangelischen Kirchen Deutschland verarbeitet. Informationen über die Erfassung und Verarbeitung von Daten sind klar in der Datenschutzerklärung dargestellt. Neben der Angabe durch Nutzer, beispielsweise über ein Kontaktformular, werden auch automatisierte technische Daten erfasst. Dabei wird sichergestellt, dass die Daten vertraulich behandelt und nur bei Bedarf an externe Stellen weitergegeben werden, was auf kaeltehilfe-berlin.de erläutert wird.
Mit dem Beginn der Kältehilfesaison 2025/2026 zeigt Berlin, dass es der Stadtgemeinschaft wichtig ist, obdachlosen Menschen in der kalten Jahreszeit Hilfe anzubieten und damit ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung und Anpassung der Kältehilfe an die bedarfsgerechten Bedürfnisse verdeutlicht die Verantwortung und den Handlungsspielraum der Stadtverwaltung. Im Jahr 2022 fand zudem erstmals ein „Kältehilfegipfel“ statt, dessen Ziel es ist, die Kältehilfe weiter zu optimieren und bedarfsgerecht zu gestalten.
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