Am Freitag, den 7. Juni 2025, fanden in New York die Versteigerungen von Anteile des US-Unternehmens 777 Partners statt, die das gesamte Fußball-Portfolio umfassten. Zu den betroffenen Vereinen gehört auch Hertha BSC. Der neue Mehrheitseigentümer wird nun die US-amerikanische Holding A-Cap (Advantage Capital Holdings), die auch Anteile an Vereinsnamen wie dem FC Sevilla, CFC Genua und Vasco da Gama hat, sein. Diese Transaktion kommt, nachdem 777 Partners in finanzielle Schwierigkeiten geraten war und unter der Kontrolle seines Hauptgläubigers A-Cap stand, die nun 78,8 Prozent der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA besitzen. Hertha BSC selbst hat auf Medienanfragen zu diesem Eigentümerwechsel bislang keine Stellung genommen.

Bei der Auktion kamen die Anteile durch sogenannte „Credit Bids“ zur Versteigerung. Dies bedeutet, dass das Geld nicht direkt floss; stattdessen wurden die Sicherheiten von 777 Partners für Kredite als Zahlungsmittel verwendet. Diese Art der Versteigerung zeigt, dass 777 Partners stark angeschlagen ist. Das Unternehmen war erst im März 2023 als Nachfolger von Lars Windhorst bei Hertha BSC eingestiegen, konnte aber seine Verpflichtungen nicht erfüllen und wurde nun aufgelöst. A-Cap übernahm die Kontrolle über das gesamte Portfolio, welches auch Anteile an dem belgischen Verein Standard Lüttich umfasst, der kürzlich an die SDL Holding von CEO Giacomo Angelini verkauft wurde.

Übernahme und künftige Perspektiven

Die Übernahme von Hertha BSC durch A-Cap bedeutet auch, dass zwei Sitze im Aufsichtsrat des Vereins jetzt von Vertretern der neuen Halters besetzt werden. Laut der Berichterstattung von rbb24 und Tagesspiegel sind keine wesentlichen Änderungen für Hertha BSC durch diesen Eigentümerwechsel zu erwarten, da A-Cap bereits zuvor in das Management involviert war. Der Klub hatte in der vergangenen Saison ein Testspiel gegen Standard Lüttich ausgetragen, als sie noch Teil des Portfolios von 777 Partners waren.

Die Diskussion über die Auswirkungen von Private-Equity-Firmen auf den Fußball ist ein heißes Thema. Private-Equity-Engagements ermöglichen es Vereinen, neues Kapital zu generieren, allerdings auch mit der Gefahr von aggressiver Umstrukturierung und hohen Gebühren verbunden. Laut Deutschlandfunk ziehen viele Vereine private Investoren in Betracht, um die Abhängigkeit von Banken zu reduzieren. Diese Art von Kapitalbeteiligung ist mittlerweile auch in der Bundesliga keine Seltenheit mehr, da die Gehälter und Investitionen in den Sport kontinuierlich steigen und eine neue Finanzierungsstruktur erforderlich machen.

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