Gleitschirm-Absturz in Jamlitz: 61-Jähriger stirbt tragisch im Wald
Am Dienstag, den 9. Juli 2025, kam es zu einem tragischen Vorfall in Jamlitz, einem Ort im Landkreis Dahme-Spreewald. Ein 61-jähriger Mann starb, nachdem er mit einem motorisierten Gleitschirm abgestürzt war. Die Polizeidirektion Süd informierte die Öffentlichkeitsarbeit des rbb, dass der Mann am Dienstagnachmittag mit einer Gruppe von Gleitschirmfliegern in Eisenhüttenstadt gestartet war und die Flugroute in Richtung Bronkow verlaufen sollte.
Die Gruppe erreichte ihr Ziel, bemerkte jedoch erst später, dass einer der Teilnehmer vermisst wurde. Um 15:45 Uhr verständigten sie die Polizei, die sofort eine Suchaktion einleitete. Die Suche wurde durch zwei Hubschrauber von Polizei und Bundeswehr unterstützt, doch die Suche blieb zunächst ohne Erfolg.
Suchaktion und Fund des Verunglückten
Gegen Mitternacht gelang es den Einsatzkräften, das Handy des vermissten Mannes zu orten. Schließlich wurde er um 0:45 Uhr in einem abgelegenen Waldstück bei Jamlitz aufgefunden. Ein Notarzt stellte am Einsatzort lediglich den Tod des Mannes fest. Da die genauen Umstände seines Absturzes unklar blieben, wurde die Kriminalpolizei hinzugezogen, um die Ursachen für das Unglück zu ermitteln.
Diese tragische Nachricht beleuchtet ein zunehmendes Sicherheitsproblem im Gleitschirmsport. Laut einer Statistik des Deutschen Hängegleiterverbandes (DHV) aus den Jahren 2007 bis 2019 wurden in Deutschland insgesamt 117 tödliche Unfälle erfasst. Die Oberursachen dieser Zwischenfälle waren häufig auf verschiedene technische und menschliche Fehler zurückzuführen. 36% der Unfälle wurden durch Klappern der Flügel verursacht, während 14% auf Strömungsabriss und Trudeln zurückzuführen waren. Schwere Konsequenzen können auch aus manövriertechnischen Fehlern und fehlerhaftem Equipment resultieren.
Ähnliche Vorfälle und Sicherheitsmaßnahmen
Ein anderer Vorfall, der nur wenige Wochen zuvor stattfand, ereignete sich am 28. Juni 2025. Ein 62-jähriger Pilot stürzte mit einem ähnlichen Motorgleitschirm in der Nähe von Hartheim ab, nachdem sein Flugzeug in der Luft in Brand geraten war. Der Pilot überlebte, musste jedoch mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Auch hier ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft, die einen technischen Defekt als mögliche Ursache betrachten (Tagesschau).
Die Vorfälle zeigen deutlich, wie wichtig Sicherheitsmaßnahmen im Gleitschirmsport sind. Es wird empfohlen, regelmäßig Schulungen in Sicherheitstechniken zu besuchen und sich mit möglichen Gefahren vertraut zu machen. Solche Maßnahmen könnten helfen, das Risiko von Unfällen zu verringern und die notwendigen Reaktionen in Notfällen zu trainieren. Gleitschirmflieger sollten darauf vorbereitet sein, mit Herausforderungen wie einem Klappern oder Strömungsabriss umzugehen, um tragische Unfälle zu vermeiden (lu-glidz).
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