Gedenktafel für Erich Lehmann: Einzigartige Hommage in Charlottenburg!
Am 12. Juni 2025 wird in Berlin eine Gedenktafel zu Ehren von Prof. Dr. Erich Lehmann eingeweiht. Diese feierliche Zeremonie, die um 16 Uhr vor dem Haus Carmerstraße 6 in Charlottenburg stattfindet, wird von Judith Stückler, der Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf, geleitet. Die Gedenktafelkommission, Mitglieder der Kinotechnischen Gesellschaft sowie Vertreter der Sammlung Marx, die die Tafel finanziert hat, werden ebenfalls anwesend sein. Dr. Stefan Wolff vom Deutschen Museum München wird eine Ansprache halten, in der er Lehmanns bedeutendes Lebenswerk würdigt.
Erich Lehmann, geboren am 9. August 1878 in Berlin und gestorben am 11. Januar 1942 in seiner Wohnung, lebte von 1911 bis zu seinem Tod an der Carmerstraße 6. Er war ein herausragender deutscher Photochemiker und Hochschullehrer, dessen Expertise in Photochemie, Spektroskopie sowie Kino- und Reproduktionstechnik in Deutschland einzigartig war. Lehmann studierte nach dem Abitur am Königlichen Wilhelms-Gymnasium Chemie, Philosophie, Physik und Paläontologie an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin und verteidigte seine Dissertation im Jahr 1901.
Wissenschaftliche Leistungen und Engagement
Von 1902 bis 1914 war Lehmann am Photochemischen Institut der Technischen Hochschule Berlin tätig. Dort begleitete er mehrere wissenschaftliche Expeditionen zur Weiterentwicklung der Photographie und war während des Ersten Weltkriegs als erster „Photochemiker des Heeres“ aktiv, wo er Luftbildaufnahmen analysierte.
Nach dem Krieg lehrte Lehmann Photochemie und Optik und setzte sich intensiv mit der Kinotechnik auseinander. 1922 wurde er außerordentlicher Professor und übernahm 1925 den Vorsitz der Kinotechnischen Gesellschaft. Seine Forschungsergebnisse fanden international Beachtung, insbesondere seine Arbeiten zum Kinofeuerschutz. 1927 stellte er seine Expertise unter Beweis, indem er die Leitung des Photochemischen Laboratoriums sowie der Staatlichen Prüf- und Versuchsanstalt für Kinotechnik übernahm.
Politische Verfolgung und Tod
Die Machtergreifung der Nationalsozialisten führte 1933 dazu, dass ihm als Sohn jüdischer Eltern die Professur entzogen wurde und er gezwungen war, alle Ämter niederzulegen. Trotz mehrfacher Emigrationsversuche nach den Novemberpogromen 1938 war er nicht in der Lage, Deutschland zu verlassen. Er lebte bis zu seinem Suizid am 11. Januar 1942 in seiner Wohnung an der Carmerstraße, die nun als Ort seiner Erinnerung geehrt wird.
Lehmann war Mitglied der Deutschen Physikalischen Gesellschaft von 1908 bis 1938 und trug dort zur Entwicklung der Kinotechnik und zur Förderung der Photochemie bei. Seine innovationsfreudigen Ansätze und seine technische Expertise haben das Fachgebiet nachhaltig geprägt. Die Gedenktafel, die an seinem Wohnort enthüllt wird, soll nicht nur an sein Lebenswerk erinnern, sondern auch an die schweren Zeiten, die er durchleben musste.
Für weitere Informationen zur Einweihung der Gedenktafel, die Rolle Lehmanns in der Wissenschaft und seine tragische Geschichte, können die Quellen berlin.de, dpg-physik.de und Wikipedia besucht werden.
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