Eröffnung der Ausstellung „Bruch“: Mensch und Natur im Fokus!
Am 9. Oktober 2025 um 19 Uhr wird die Ausstellung „Bruch“ von Juliane Tübke in der Kommunalen Galerie Historischer Keller in der Spandauer Altstadt eröffnet. Der Veranstaltungsort, die Carl-Schulz-Straße 49/51, 13597 Berlin, ist ein historisches Gebäude, das ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert stammt und im 18. Jahrhundert zu einem Palais umgebaut wurde. Bezirksstadträtin Dr. Carola Brückner und Dr. Ralf F. Hartmann, der Kulturamtsleiter, werden die Gäste begrüßen. Eine Einführung in die Thematik gibt die Kunsthistorikerin Julia Katharina Thiemann.
Die Ausstellung „Bruch“ wird vom Kurator Dr. Jens-Ole Rey betreut und läuft vom 10. Oktober bis zum 23. November 2025. Während dieser Zeit werden die Besucher kostenfreien Eintritt in die Galerie haben, die von Mittwoch bis Sonntag zwischen 12 und 18 Uhr geöffnet ist. Die gezeigten Werke umfassen verschiedene künstlerische Medien wie Tonarbeiten, Videoinstallationen, skulpturale Arrangements und Hörstücke. Thematisch beschäftigt sich die Ausstellung mit der Beziehung zwischen Mensch und Natur im urbanen Raum, inspiriert von Donna Haraways Konzept des „Kinship“. Diese Auseinandersetzung thematisiert die kritische Beziehung zur menschlichen Zerstörung natürlicher Lebensräume und ihren Auswirkungen auf die Umwelt.
Thematische Schwerpunkte der Ausstellung
Die Werke in „Bruch“ zielen darauf ab, die Verwundungen der Landschaft sowie die rituellen Übertragungen menschlicher Krankheiten zu beleuchten. Eine der Installationen, „Das Fieber an den Weidenbaum“ (2025), behandelt beispielsweise Rituale der Krankheitsübertragung und die Entwicklung von Medikamenten. Haraways Ideen über menschliche und tierische Beziehungen finden sich in der Ausstellung wieder, da sie die Notwendigkeit betonen, die Koexistenz zwischen Mensch und Natur neu zu denken und die Verantwortung der Menschen gegenüber der Natur zu fördern.
Donna Haraway, eine emeritierte Professorin für Biologie an der University of California, Santa Cruz, hat in ihren Schriften die Hierarchisierung von Spezies in Frage gestellt und für ein Umdenken hin zu einer respektvollen Beziehung zu allen Lebensformen plädiert. Ihre Werke, wie „When Species Meet“ und „The Companion Species Manifesto“, fordern dazu auf, die Komplexität der Lebensverhältnisse zu verstehen und die ethische Verantwortung gegenüber nicht-menschlichen Spezies zu erkennen. In ihrer Philosophie wird die Idee des „chthulucene“ hervorgehoben, die eine Zeit des interkonnektionalen Bewusstseins und der Verantwortung für alle Lebewesen beschreibt.
Die Ausstellung „Bruch“ schafft somit einen tiefen Diskurs über die Verantwortung des Menschen im Angesicht der Umweltkrisen und fordert die Besucher auf, über ihre eigene Verbindung zur Natur nachzudenken. Weitere Informationen sind über die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Zitadelle zu erhalten, da Melanie Alperstaedt unter press@zitadelle-berlin.de kontaktiert werden kann.
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