Heute ist der 24.06.2026, und es gibt Neuigkeiten aus Charlottenburg-Wilmersdorf, die sich wie ein Schatten über die Zukunft des Internationalen Congress Centrums (ICC) legen. Das Vergabeverfahren zur Neunutzung des ICC wird als gescheitert betrachtet. Das ist, um ehrlich zu sein, ein wenig frustrierend. Wer hätte gedacht, dass so ein wichtiges Gebäude, das einmal ein echter Anziehungspunkt für Kongresse und Veranstaltungen war, jetzt im Schatten seiner selbst steht? Ein Kunst- und Kulturzentrum, das immer wieder als mögliche Zukunft für das ICC ins Spiel gebracht wird, scheint nicht in der Lage zu sein, die hohen Sanierungskosten und die laufenden Bewirtschaftungskosten zu refinanzieren. Das lässt die Frage aufkommen: Was wird aus diesem einst so glanzvollen Ort?

Die Befürchtung ist groß, dass das ICC zu einer erneuten Belastung für Berlin wird – und das, wo die Stadt doch bereits mit einer Vielzahl an Kunst- und Kulturangeboten gesegnet ist. Berlin hat keinen Mangel an kreativen Initiativen und aufregenden Veranstaltungen. Ein neues Großstandort würde den bestehenden Angeboten kaum zugutekommen. Stattdessen fehlt der Hauptstadt ein großes, repräsentatives Internationales Kongresszentrum in zentraler Lage. Derzeit tummeln sich Großkongresse in privat betriebenen Einrichtungen, wie dem ECC, das sich eher in Randlage befindet. Die Sehnsucht nach einem Ort, der die pulsierende Energie Berlins widerspiegelt, ist spürbar.

Ein Aufruf zur Neubelebung

Ein Vorschlag, der in der Luft liegt, ist, beim Bund für die Übernahme oder eine kooperative Neubelebung des ICC zu werben. Eine solche Maßnahme könnte frischen wirtschaftlichen und politischen Wind in die Stadt bringen. Manchmal braucht es einen kleinen Schubs, um Dinge ins Rollen zu bringen! Wie wäre es, wenn wir die Möglichkeiten, die Berlin bietet, endlich nutzen? Schließlich zieht Berlins Kongressmarkt internationale Gäste an wie die Motten das Licht. 2024 werden etwa 70 Prozent der Events beruflich motivierte Veranstaltungen sein – Kongresse, Tagungen und Seminare, die das Herz eines jeden Geschäftsmannes höher schlagen lassen.

Laut dem Berlin Convention Office fanden im Jahr 2022 insgesamt 60.886 Business-Meetings mit stolzen 9,1 Millionen Teilnehmenden statt. Das ist eine Zahl, die sich sehen lassen kann! Fast ein Fünftel der Teilnehmenden reiste aus dem Ausland an – und das ist fast doppelt so viel wie im bundesweiten Schnitt. Die stärksten Herkunftsmärkte? Das Vereinigte Königreich, Nordamerika, Spanien, Italien und Frankreich. Die internationalen Verbindungen sind da, die Nachfrage ist da – fehlt nur noch der richtige Raum dafür.

Ein Blick in die Zukunft

Der Anteil an Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmenden in Berlin liegt bei 6,2 Prozent und übertrifft damit den Bundesdurchschnitt von 1,8 Prozent. Das zeigt, dass der Bedarf für große Kongresse besteht. Kleinere Tagungen und Meetings tragen übrigens ebenfalls zur wirtschaftlichen Stabilität der Stadt bei. Das ist doch ein Lichtblick für die Zukunft! Berlin hat das Potenzial, wieder ein Hotspot für internationale Veranstaltungen zu werden, aber es braucht einen Ort, der dem gerecht wird.

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In Anbetracht all dieser Faktoren stellt sich die Frage: Wie lange kann Berlin auf ein angemessenes Kongresszentrum verzichten? Die Zeit drängt, und die Stadt braucht eine klare Vision für die Zukunft des ICC. Es wäre schade, wenn dieses architektonische Erbe weiter im Dornröschenschlaf versinkt, während andere Städte um die besten Veranstaltungen buhlen. Vielleicht ist es an der Zeit, die Ärmel hochzukrempeln und neue Wege zu gehen. Schließlich hat Berlin schon immer für Überraschungen gesorgt.

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