Heute ist der 22.10.2026 und während ich hier in Charlottenburg-Wilmersdorf sitze, denke ich an einen ganz besonderen Teil Berlins – Treptow-Köpenick. Dieser Bezirk, der sich mit etwa 40 % seiner Fläche in grünem Kleid präsentiert, ist nicht nur ein Ort zum Entspannen, sondern auch der waldreichste in der Hauptstadt. Kaum zu glauben, dass in einem urbanen Umfeld wie Berlin so viel Natur zu finden ist. Die Bäume dort haben echte Geschichten zu erzählen und laden zum Verweilen ein!

Wenn wir uns die anderen Bezirke anschauen, sieht die Sache ganz anders aus. Charlottenburg-Wilmersdorf bringt es nur auf 25,2 % Waldfläche, gefolgt von Steglitz-Zehlendorf mit 23,9 %. An der anderen Seite des Spektrums stehen Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln – die sind fast waldfrei! Das ist schon ein bisschen traurig, wenn man überlegt, wie wichtig unsere grünen Lungen sind.

Die grünen Oasen Berlins

Die Flächenangaben stammen aus der Flächenerhebung des Statistischen Landesamts, die zum Jahresende 2025 veröffentlicht wurde. In Berlin insgesamt sind 17,7 % des Stadtgebiets bewaldet. Das klingt nicht nach viel, aber im Vergleich zu anderen deutschen Städten wie Hamburg (5,7 %) oder München (5,1 %) schneidet unsere Hauptstadt ganz ordentlich ab. Da kann man schon mal einen Spaziergang durch den Köpenicker Forst und die Müggelberge planen – zwei der größeren Waldgebiete in Treptow-Köpenick, die einfach traumhaft sind!

Wusstest du, dass die Kiefer hier die am häufigsten vorkommende Baumart ist? Sie wächst auf mehr als 16.265 Hektar und macht fast 65 % des Hauptbestands aus. Die meisten Bäume in Berlin sind übrigens zwischen 60 und 81 Jahren alt. Ein Grund dafür sind die starken Rodungen im Zweiten Weltkrieg, die dazu führten, dass nach der Kriegszeit in West-Berlin umfangreiche Aufforstungen stattfanden, um die Verluste wieder auszugleichen. Ein bisschen Geschichte, die in jedem Baum steckt!

Von Gesetzen und Naturschutz

Das Landeswaldgesetz, das seit 1990 in Berlin gilt, hat das Ziel, die Wälder möglichst naturnah zu erhalten. Holz wird nur geschlagen, wenn es wirklich notwendig ist. Das ist doch eine tolle Einstellung! Und die gefällten Bäume? Die müssen durch heimische Arten ersetzt werden. So wird der Natur ein bisschen unter die Arme gegriffen. Ein Beispiel für eine Baumart, die zurückgedrängt wird, ist die aus Nordamerika stammende Spätblühende Traubenkirsche. Sie hat sich unkontrolliert verbreitet und nimmt anderen Arten den Lebensraum weg. In Treptow-Köpenick könnte man sich an einem sonnigen Tag gut auf die Lauer legen und die einheimischen Baumarten bewundern.

Die kommenden Jahre werden spannend, denn alle zehn Jahre werden die Wald- und Forstdaten im Berliner Umweltatlas aktualisiert. Man darf gespannt sein, wie sich die Waldflächen entwickeln werden. Vielleicht gibt es ja bald noch mehr grüne Ecken in unserer geliebten Stadt!