In einem erschütternden Vorfall wurde am Mittwochmorgen in Berlin-Lichterfelde ein totes Neugeborenes entdeckt. Im Innenhof eines Wohnkomplexes an der Réaumurstraße 18 alarmierte ein Zeuge kurz nach 9.30 Uhr den Rettungsdienst. Die Sanitäter konnten nur noch den Tod des Säuglings feststellen, der, so die ersten Ermittlungen, mehrere Stunden oder höchstens einen Tag alt gewesen sein soll. Der Leichnam wies „schlimme Verletzungen“ auf, was die Situation umso tragischer macht.

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft haben mittlerweile die tatverdächtige Mutter ermittelt. Es handelt sich um eine 14-jährige Jugendliche, die nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in die Obhut eines Krankenhauses übergeben wurde. Details zu ihrer familiären Situation sind unklar, es gibt offenbar keine nennenswerten Bezugspersonen in ihrem Umfeld. Die Ermittler gehen von einem Verbrechen während eines emotionalen Ausnahmezustands aus.

Die Ermittlungen

Die 5. Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen, und rund 40 Beamte durchsuchten den Wohnkomplex. Kriminaltechniker setzten Laserscanner ein und sicherten DNA-Spuren, um Licht ins Dunkel zu bringen. Es bleibt unklar, ob das Neugeborene am Fundort abgelegt oder aus einem Fenster oder von einem Balkon geworfen wurde. Ein Verdacht, der die ganze Tragik der Situation unterstreicht.

Der Leichnam des Säuglings wurde am Mittwochnachmittag zur Obduktion in die Gerichtsmedizin gebracht. Die Frage nach dem Geschlecht des Kindes steht noch im Raum; die Ermittlungen sollen klären, was genau geschehen ist und wer für diesen unfassbaren Vorfall verantwortlich ist. Man fragt sich, wie es zu so einer Situation kommen konnte, und wo die Unterstützung für die junge Mutter war.

Der Fundort

Der Tatort, ein Wohnkomplex in der Thermometersiedlung im Bezirk Steglitz-Zehlendorf, ist ein Ort, wo rund 4600 Menschen in Hochhäusern leben, die zwischen 1968 und 1974 errichtet wurden. Der Innenhof, normalerweise ein Platz für Kinderlachen und Nachbarschaftstreffen, wurde zum Schauplatz eines unvorstellbaren Verbrechens. Und die Tatsache, dass das Kind möglicherweise aus einem Fenster geworfen wurde, macht die Sache nur noch schlimmer. Ein Ort der Gemeinschaft, nun durch einen schrecklichen Vorfall überschattet.

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Die Gedanken und Sorgen der Anwohner sind greifbar. Wie kann so etwas passieren? Wo war die Hilfe, als sie gebraucht wurde? In diesen dunklen Stunden ist es mehr als verständlich, dass viele Menschen mit einem mulmigen Gefühl in ihren Bäuchen durch die Straßen gehen. Die Ermittlungen werden weiter andauern, und sicherlich werden noch viele Fragen offenbleiben.

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