Kintsugi im Chamäleon: Eine emotionale Reise durch Akrobatik und Unvollkommenheit
Am Mittwochabend erlebten die Leserinnen und Leser der Berliner Morgenpost im Chamäleon Berlin einen aufregenden Abend voller Akrobatik und Emotionen. Die kanadische Kompanie „Machine de Cirque“ präsentierte ihre Show „Kintsugi“, ein eindrucksvolles Spektakel, das die Kunst der Unvollkommenheit feiert. Es war ein ausgebuchter Abend – 254 Gäste waren gekommen, um die Darbietung zu bestaunen, die für viele von ihnen eine erste Begegnung mit dem Chamäleon darstellte.
Die Anmeldungen für die Veranstaltung liefen über den Morgenpost-Club, und die Plätze waren schnell vergeben. Gilbert Schomaker, stellvertretender Chefredakteur der Berliner Morgenpost, und Hendrik Frobel, Geschäftsführer der Chamäleon Berlin gGmbH, hießen die Gäste herzlich willkommen. Unter den Zuschauern waren unter anderem Nina Martin und ihr Mann aus Weißensee, die die Themenvielfalt der Zeitung schätzen, sowie Yvonne und Jürgen Sobig aus Hoppegarten, die seit zehn Jahren treue Leser sind. Besonders charmant war das erste Date der 18-jährigen Mia aus Köpenick und Louis aus Groß Machnow, die sich sichtlich auf die Vorstellung freuten.
Die Magie von Kintsugi
„Kintsugi“ ist inspiriert von einer japanischen Technik, bei der zerbrochene Keramik mit Gold repariert wird – die Risse bleiben sichtbar und erzählen von der Geschichte des Objekts. Diese Philosophie zieht sich auch durch die Show, in der Regisseur Olivier Lépine die Botschaft vermittelt, dass wir auch aus schwierigen Phasen unseres Lebens lernen können. Die rund anderthalbstündige Show bietet eine beeindruckende Mischung aus verschiedenen Zirkusdisziplinen wie Duo-Trapez, Schleuderbrett und Hairhanging.
Die Darstellerinnen und Darsteller zeigen nicht nur technische Höchstleistungen, sondern bringen auch persönliche Geschichten auf die Bühne. „Machine de Cirque“ hat in den letzten zehn Jahren über 2000 Vorstellungen weltweit gegeben und begeistert das Publikum mit einer einzigartigen Verbindung von Akrobatik und Erzählkunst. Die Show feierte im September Premiere und wird bis zum 17. Januar im Chamäleon Berlin in den Hackeschen Höfen zu sehen sein.
Ein Erlebnis für alle Sinne
Die Inszenierung ist nicht nur eine Augenweide, sondern für alle Sinne ein Erlebnis. Die Kombination aus Licht, Musik und Bewegung zieht die Zuschauer in ihren Bann. Bei der Vorstellung können sie sich auf eine emotionale Achterbahnfahrt einlassen, die Themen wie Trauer, unerfüllten Kinderwunsch und Sucht behandelt. Auch wenn die Darbietung keine Worte benötigt, erzählt sie dennoch Geschichten, die im Gedächtnis bleiben.
Für alle, die mehr über die Inszenierung erfahren möchten, bietet der Morgenpost-Club die Möglichkeit, weitere Veranstaltungen zu suchen und zu buchen. Und wer die Magie von „Kintsugi“ selbst erleben möchte, sollte sich sputen, denn die letzten Vorstellungen rücken näher. Mit einem spannenden Begleitprogramm, inklusive Publikumsgesprächen und einer Live-Audiodeskription, wird der Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Die nächste Berliner Premiere von „Kintsugi“ findet übrigens im Jahr 2026 statt, mit einem Spielzeitraum von August bis Januar 2027. Das ist noch lange hin, aber eines ist sicher: Wer die Kunst des Kintsugi einmal erlebt hat, wird immer wieder zurückkehren wollen.
