Das Berliner Landgericht hat am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, ein erschütterndes Urteil gefällt. Der 69-jährige Frank S. wurde wegen schwerer Vergewaltigungen zu zwölf Jahren Haft verurteilt. In einem Prozess, der sich über fast drei Monate hinzog, wurde er schuldig gesprochen, insgesamt 14 Frauen in 22 Fällen vergewaltigt zu haben. Ein absoluter Albtraum für die Betroffenen! Besonders schockierend ist, dass er in neun Fällen die Taten filmte und die Aufnahmen mit anderen Tätern austauschte. Es handelt sich hier nicht um Einzelfälle, sondern um ein weitverbreitetes Phänomen, das die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes als „chemische Unterwerfung“ bezeichnet.

Frank S. hatte die Frauen über Dating-Plattformen kennengelernt und sie in seine Wohnung in Berlin-Lichtenberg eingeladen. Dort mischte er ihnen Betäubungsmittel in die Getränke. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 13 Jahren sowie anschließende Sicherungsverwahrung beantragt, während die Verteidigung eine maximale Strafe von acht Jahren forderte. Doch das Gericht sah die Beweise als erdrückend an! Die Frauen, die sich in einem besonders verletzlichen Zustand befanden, waren nicht in der Lage, sich zu wehren, und viele konnten sich aufgrund der Wirkung der Drogen nicht einmal an die Taten erinnern. Einige erfuhren erst durch die Polizei von dem Grauen, das ihnen widerfahren war.

Ein erschreckendes Netzwerk

Die Ermittlungen deckten auf, dass Frank S. durch einen Vorfall in Niedersachsen aufgeflogen war. Ein anderer Mann war wegen ähnlicher Vorwürfe festgenommen worden. Auf dessen Datenträgern fanden sich Chatverläufe mit S. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung im März 2025 stießen die Ermittler auf zahlreiche Vergewaltigungsvideos. Die Auswertung dieser Aufnahmen dauerte fast ein Jahr. Sechs Betroffene traten als Nebenklägerinnen auf und berichteten von ihren eindringlichen Erfahrungen. Unter ihnen war auch die Ex-Partnerin des Angeklagten.

Die Staatsanwaltschaft sieht Frank S. nicht nur für die 22 verhandelten Taten verantwortlich. Es gibt insgesamt 59 mutmaßliche Opfer, wobei einige Taten möglicherweise bis ins Jahr 2010 zurückreichen. Zehn Frauen sind im aktuellen Verfahren noch nicht identifiziert worden. Das könnte zu einem weiteren, größeren Prozess führen, was den schrecklichen Umfang dieser Verbrechen nur noch deutlicher macht. Ob und wann eine Anklage gegen die weiteren Fälle erhoben wird, bleibt abzuwarten.

Gesellschaftliche Implikationen

Die Fälle rund um die „chemische Unterwerfung“ sind nicht nur in Deutschland ein Thema. Auch in anderen Ländern gibt es ähnliche Berichte. In Frankreich wurde beispielsweise ein Mann wegen jahrelanger Betäubung und Vergewaltigung seiner Frau zu 20 Jahren Haft verurteilt. Die gesellschaftliche Diskussion über den Umgang mit solchen Verbrechen wird lauter. In Deutschland plant das Bundesministerium für Justiz, schärfere Strafen für den Einsatz von K.O.-Tropfen einzuführen. Ein Referentenentwurf sieht eine Mindestfreiheitsstrafe von fünf Jahren vor. Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung, aber ob das ausreicht, um solche Taten zu verhindern, bleibt fraglich.

Die Taten von Frank S. sind nicht nur ein persönliches Drama für die Betroffenen, sondern spiegeln auch ein viel größeres Problem in der Gesellschaft wider. Frauen werden als Ware behandelt, wie eine Kriminalkommissarin vor Gericht feststellte. Betroffene sexueller Gewalt können sich an Beratungsstellen und Krisendienste wenden, doch die Dunkelziffer bleibt alarmierend hoch. Es ist an der Zeit, dass wir uns als Gesellschaft intensiver mit diesen Themen auseinandersetzen und für mehr Schutz und Gerechtigkeit sorgen.