Berliner Kältehilfe: 1.150 Notunterkünfte bis Ende März bereit!
In Berlin hat am 1. Oktober 2025 die Kältehilfe-Saison begonnen, um obdachlosen Menschen in den kalten Monaten Unterstützung zu bieten. Aktuell stehen insgesamt 720 Notübernachtungsplätze zur Verfügung. Die Zahl der Plätze wird ab dem 1. November auf 995 erhöht und im Dezember weiter auf 1.150 bis Ende März angehoben. Im April 2026 sind noch 1.060 Plätze eingeplant. Sosialsenatorin Cansel Kiziltepe hat an Immobilienbesitzer appelliert, Räume für die Kältehilfe zur Verfügung zu stellen, um die Versorgung weiter zu verbessern. Laut rbb24 erfolgt derzeit eine Prüfung von vier weiteren Objekten zur Nutzung für die Kältehilfe, wobei auch kurzfristig mehr als 100 zusätzliche Plätze bereitgestellt werden könnten, sofern die nötigen Genehmigungen vorliegen.
Im Vergleich zur vorhergehenden Saison gibt es diesmal weniger geplante Notübernachtungsplätze. Im Durchschnitt wurden im letzten Jahr 1.071 Plätze mit einer Auslastung von 88,9% angeboten. Die genaue Zahl der obdachlosen Menschen in Berlin ist unbekannt; Schätzungen gehen jedoch davon aus, dass Ende Januar 2024 rund 6.000 Menschen obdachlos waren. Sozialverbände fordern den Berliner Senat auf, Präventionsangebote zur Vermeidung von Obdachlosigkeit zu stärken.
Herausforderungen der Wohnungslosigkeit
Die Direktorin des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Ursula Schoen, hebt die hohen Kosten durch Wohnungsverluste hervor. Ähnlich äußert sich Ulrike Kostka, Direktorin des Caritas-Verbandes, die vor langfristigen finanziellen Folgen durch Einsparungen an der falschen Stelle warnt. Oliver Bürgel, Geschäftsführer des Awo-Landesverbandes Berlin, betont die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Vermietern, Jobcentern, Sozialämtern, Gerichten und Beratungsstellen.
Die obdachlosen Menschen in Deutschland lassen sich in verschiedene Gruppen unterteilen. Laut berlin.de sind dies unter anderem untergebrachte wohnungslose Menschen, die in Wohnheimen oder Notübernachtungen leben sowie verdeckt wohnungslose Personen, die bei Freunden oder Verwandten Unterschlupf suchen. Die Statistiken zeigen, dass zum 31. Januar 2025 53.610 untergebrachte wohnungslose Menschen in Berlin gezählt wurden. Weitere Erhebungen zielen darauf ab, auch die verdeckt wohnungslosen Menschen und die, die ohne Unterkunft sind, zu erfassen.
Datenschutz und Transparenz
Bei der Kältehilfe ist die datenschutzrechtliche Verarbeitung der personenbezogenen Daten für die Nutzer von Bedeutung. Auf der Website der Kältehilfe werden Informationen zur Datenerfassung bereitgestellt, die sowohl durch Nutzerangaben als auch automatisierte Daten erfolgen. Dazu zählen technische Details wie Browsertyp und IP-Adresse, wobei die Verarbeitung gemäß dem Kirchengesetz über den Datenschutz der Evangelischen Kirchen Deutschland erfolgt. Weitere Informationen zur Datenverarbeitung sind auf der Webseite der Kältehilfe zu finden, die auch rechtliche Hinweise zu Nutzerrechten bietet, wie z.B. das Recht auf Auskunft, Sperrung oder Löschung von Daten, gemäß kaeltehilfe-berlin.de.
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