Anita Berber: Ein Blick auf die Skandale der Goldenen Zwanziger!
Die Stadtbibliothek Steglitz-Zehlendorf wird am Donnerstag, dem 6. November 2025, um 18:30 Uhr eine Lesung des Autors Steffen Schroeder veranstalten, der seinen neuen Roman „Der ewige Tanz“ vorstellt. Die Lesung wird ein faszinierendes Portrait der legendären Tänzerin und Schauspielerin Anita Berber zeichnen, die als eine der schillerndsten Figuren der 1920er Jahre in Berlin gilt. Der Roman thematisiert nicht nur Berbers beeindruckende Karriere, sondern auch die dunkleren Aspekte ihres Lebens.
Die Handlung des Werkes spielt im Sommer 1928, als Anita Berber im Berliner Krankenhaus Bethanien liegt. In einem Rückblick auf ihre Karriere wird das Leben der Künstlerin beleuchtet, das von Anfeindungen und Skandalen geprägt war. Die Leser erfahren von ihrer Beziehung zu ihrer Großmutter Lu, ihren Freundschaften mit Persönlichkeiten wie Fritz Lang und Marlene Dietrich, und ihrem Kampf mit der Drogenabhängigkeit. Auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dieser Zeit, die nach dem Ersten Weltkrieg von Freiheit und Risiko geprägt sind, werden thematisiert.
Das Leben der Anita Berber
Anita Berber wurde 1901 als Tochter des Violinvirtuosen Felix Berber und der Kabarettistin Lucie Berber geboren. Die Eltern trennten sich schon ein Jahr nach ihrer Geburt. Nach einer Kindheit bei ihrer Großmutter zog sie zu ihrer Mutter zurück, wo sie 1914 das Varieté für sich entdeckte. Die Fähigkeit, das Publikum zu begeistern, zeigte sich schon früh, als sie mit 13 Jahren ihre ersten Auftritte im Varieté hatte und schnell in der Berliner Künstlerszene bekannt wurde.
Schroeder zeigt in seinem Roman, dass Berber nicht nur eine „Skandaltänzerin“ oder „Nackttänzerin“ war, wie sie oft missverstanden wurde, sondern eine komplexe Persönlichkeit mit Ängsten und Zweifeln. Ihr aufregendes Leben ist geprägt von Drogenkonsum, Alkohol und unkonventionellen Beziehungen. Diese Facetten ihrer Biografie werden eindrucksvoll dargestellt, einschließlich ihrer Beziehung zu Randgruppen der Gesellschaft und ihrer Bisexualität.
Ein packendes Panorama
Das Buch umfasst 304 Seiten und bietet durch einen variablen Erzählstil einen Einblick in Anitas Dämmerzustand und ihre Krankheit, Tuberkulose, die letztendlich zu ihrem frühen Tod im Alter von nur 29 Jahren führte. Berber starb nur wenige Monate nach den Ereignissen, die im Roman beschrieben werden, am 10. November 1928. Ihr Erbe ist jedoch bis heute lebendig, sowohl in der Kunst als auch in der Erinnerung an eine Ära voller Exzesse und kultureller Umbrüche.
Fans von Biografien und historischen Romanen können sich auf eine fesselnde Lesung freuen, die nicht nur das Leben von Anita Berber beleuchtet, sondern auch tiefere Einblicke in die Turbulenzen und den kreativen Aufbruch der 1920er Jahre in Berlin bietet. Die Veranstaltung ist ein Muss für Kulturliebhaber und stellt eine hervorragende Gelegenheit dar, mehr über eine Ikone der Berliner Nachtkultur zu erfahren.
Für weitere Informationen zur Veranstaltung und dem Buch „Der ewige Tanz“ besuchen Sie bitte die Webseiten berlin.de, ndr.de und Wikipedia.
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