Heute ist der 30.04.2026 und Berlin bereitet sich auf eine lebhafte Walpurgisnacht vor. Die Straßen der Hauptstadt werden von einer bunten Mischung aus Stimmen und Farben gefüllt, wenn die queer-feministische „Take Back the Night“-Demo ihren Lauf nimmt. In der Tradition linker und linksextremer Demos wird diese Veranstaltung am Hohenstaufenplatz (Zickenplatz) in Kreuzberg ihren Anfang nehmen und sich ab 20 Uhr in Bewegung setzen.

Im vergangenen Jahr zählten die Organisatoren etwa 3000 Teilnehmerinnen, und die Stimmung war trotz des Einsatzes von Pyrotechnik friedlich, was die Polizei bestätigte. Die Route, die die Demonstration nehmen wird, führt durch belebte Straßen wie den Kottbusser Damm und die Sonnenallee, bis sie schließlich an der Köpenicker Straße Ecke Heinrich-Heine-Straße endet. Die letzte Demo startete an der Waldemarstraße in Kreuzberg und zog erfolgreich bis zum Boxhagener Platz.

Ein Aufruf zum Widerstand

Die Themen des Aufrufs sind vielfältig und stark, sie reichen von der Rückeroberung der Straßen für gemeinsame Kämpfe bis hin zur Ablehnung patriarchaler Gesellschaftsstrukturen. Der Widerstand gegen rassistische, queerfeindliche und frauenfeindliche Belästigungen steht im Mittelpunkt. Es wird eine solidarische Stimme erhoben, die internationale Kämpfe gegen imperialistische Nationalstaaten und die Unterstützung der feministischen Revolution in Rojava thematisiert.

Besonders brisant sind die angesprochenen Herausforderungen wie die Kriminalisierung von Sexarbeit, die Überwachung von trans- und queeren Menschen sowie die falschen Schuldzuweisungen an Migrantinnen. Diese Themen sind nicht nur lokal, sondern haben auch internationale Relevanz. Die Demonstration wird in Gedenken an Devran, eine verstorbene Genossin, gewidmet.

Sicherheitsmaßnahmen und Verhaltensregeln

Um die Sicherheit aller Teilnehmenden zu gewährleisten, sind während der Demo Maskenpflicht und die Verteilung von COVID-19-Tests vorgesehen. Es gelten klare Verhaltensregeln: Nationalflaggen sind nur dann erlaubt, wenn sie eine unterdrückte Gruppe repräsentieren. Die Organisatorinnen betonen, dass TERFs, SWERFs, Rassisten, Sexisten oder Zionisten nicht willkommen sind. Es wird zudem keine Kontrolle über das Geschlecht anderer Teilnehmerinnen akzeptiert, was die Unverhandelbarkeit der Existenz von queeren und trans Personen unterstreicht.

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Die „Take Back the Night“-Demo ist nicht nur ein Protest, sondern auch ein Fest der Solidarität und des Zusammenhalts. Sie lädt alle Feminist*innen, Trans- und Queer-Personen ein, gemeinsam für ihre Rechte und gegen Unterdrückung zu kämpfen. Es wird ein kräftiges Zeichen gesetzt, das weit über die Berliner Straßen hinaus gehört werden soll. Seien Sie dabei, wenn es heißt: „Raus auf die Straße, für unsere Rechte!“